Halfing – Kontinuierlich hohe Gewerbesteuereinnahmen in den vergangenen Jahren, die Schulden auf unter 300000 Euro reduziert und zum Ende des vergangenen Jahres Rücklagen von über drei Millionen Euro angehäuft – „mit diesen Zahlen lässt sich der Rekordhaushalt 2018 schultern“, so der Geschäftsstellenleiter Marco Binder in der jüngsten Gemeinderatssitzung bei der Vorstellung des Zahlenwerkes.
Der Haushalt hat ein Gesamtvolumen von 9624450 Euro, davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt 5005450 Euro und auf den Vermögenshaushalt 4619000 Euro. In den Folgejahren wird er sich dann wieder im Bereich zwischen sechs und sieben Millionen Euro einpendeln.
Größter Einnahmenposten im Verwaltungshaushalt ist die Einkommenssteuer- und Umsatzsteuerbeteiligung mit 1673000 Euro gefolgt von den Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb mit 1467000 Euro, der defensiv angesetzten Gewerbesteuer mit 1100000 Euro, den allgemeinen Zuweisungen und der Schlüsselzuweisung in Höhe von 360000 Euro sowie der Grundsteuer A und B mit 298000 Euro.
Umlage um
20 Prozent erhöht
Diesen stehen Ausgaben allein für die Kreisumlage in Höhe von 1452850 Euro gegenüber. Die Verwaltungsgemeinschaftsumlage steigt dieses Jahr kräftig um über 20 Prozent auf 384050 Euro an. Hier sind Investitionen für einen neuen Datenserver für 72000 Euro erforderlich. Dazu kommen noch die Kosten für Software und Installation. An Zuweisungen und Zuschüssen fallen 1198000 Euro an. Der Verwaltungs- und Betriebsaufwand schlägt mit 1127000 Euro zu Buche. Für Personal werden 534000 Euro ausgegeben, Gewerbesteuerumlage und Sonstiges belaufen sich auf weitere 271000 Euro.
Die Zinsaufwendungen sinken auf 11000 Euro. 27000 Euro werden dem Vermögenshaushalt zugeführt. Die Mindestzuführung wird damit zwar verfehlt, kann aber durch Rücklagen ausgeglichen werden. Der Vermögenshaushalt wird „gespeist“ von Investitionszuweisungen in Höhe von 1066000 Euro, der geplanten Veräußerung von Grundstücken in Höhe von geplanten 211000 Euro, durch Beitragseinnahmen in Höhe von 35000 Euro und eben der Zuführung vom Verwaltungshaushalt von 27000 Euro.
Die Liste der geplanten Investitionen ist lang und beginnt beispielsweise mit den Sanierungsmaßnahmen an Grünflächen am Gemeindeplatz mit 15000 Euro, der Löschwasserversorgung Gunzenham/Sonnendorf mit 35000 Euro, Brandschutzmaßnahmen, sonstige Sanierungsmaßnahmen sowie Ausstattung der Klassenzimmer mit Präsentationstechnik und Einbau einer Enthärtungsanlage in der Grundschule mit 580000 Euro.
Erfreuliche – trotz der hohen Ausgaben: Kreditaufnahmen sind nicht erforderlich. Um dies alles stemmen zu können ist jedoch eine „Nettoentnahme“ aus den Rücklagen von 2335250 Euro erforderlich.
Die allgemeine Rücklage beträgt dann am Ende dieses Jahres noch 944750 Euro. Zusätzlich ist eine Mindestrücklage von 46110 vorhanden. Die Realsteuersätze bleiben unverändert und betragen für Grundsteuer A und B 290 von Hundert und für die Gewerbesteuer 320 von Hundert.