„gospeltrain“ feiert 40-jähriges bestehen

Ein Konzert für zwei Projekte

von Redaktion

Der gut 35-köpfige Chor „Gospeltrain“ blickt in diesem Jahr auf sein 40-jähriges Bestehen zurück und ist damit einer der traditionsreichsten Chöre im Bereich Gospel. Bis auf den letzten Platz besetzt war die Pfarrkirche in Rott bei einem der drei Konzerte zum Jubiläum, ein Benefizkonzert zugunsten des Rotter Helferkreises Asyl und des Betreuungshofes Rottmoos in Wasserburg.

Rott – Herrschte beim feierlichen Einzug des Chores noch erwartungsvolle Stille, wich diese nach der Begrüßung durch Diakon Simon Frank und dem musikalischen Leiter des Chors, Michael Gäßl, mit dem mitreißenden „Welcome to this place“ einer ausgelassenen, aber dennoch besinnlichen Stimmung. Begleitet von Klavier, E-Bass, Schlagzeug und einem Saxofon motivierte der Gospeltrain seine Zuhörer mit schwungvollen und emotionsgeladenen Liedern zum Mitsingen und -klatschen. Er zeigte aber auch mit zarten und ruhigen Klängen, welche emotionalen Bandbreiten und Botschaften die Musik der Afro-Amerikaner zu bieten hat. Das Repertoire reichte dabei von afrikanischen Liedern über traditionelle Spirituals bis hin zu modernen Contemporary Gospelsongs.

Der Mittelblock mit afrikanischen Liedern entführte die begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörer in eine andere Welt. Der Chor forderte das Publikum auf, in einen afrikanischen Kanon mit einzustimmen, was auch mit großer Freude gemacht wurde. Mit Liedern wie „Lay down“, „People help the people“ oder „Jerusalem“, um nur einige zu nennen, präsentierte der Chor seine stimmgewaltigen Solisten. Edwin Hawkins sagte einmal „Gospel ist nicht der Sound, der Klang – es ist die Botschaft“. Mit „He’s just the same today“, wurde dies einfühlsam vermittelt.

Die beiden Projekte, zu deren Gunsten der Chor sang, wurden im Laufe des Konzerts vorgestellt. Regina Brandl, Sprecherin des Helferkreises Asyl aus Rott, berichtete über Erfahrungen, Sorgen und Nöte der Asylsuchenden. Sie sprach von dem Glück, das all diejenigen haben, die hier in Frieden leben können und verband dies mit dem Wunsch und der Hoffnung, „dass unsere Kinder Krieg und Vertreibung nicht erleben müssen“. Das gespendete Geld kommt in Rott zum großen Teil der Tafel zugute, von der auch die Asylsuchenden profitieren.

Monika Senega stellte in ihrer Funktion als Einrichtungsleiterin den Betreuungshof Rottmoos vor, eine Einrichtung für Hör- und Sprachgeschädigte mit zusätzlichen Handicaps. Der Spendenanteil aus dem Konzert, der an den Betreuungshof Rottmoos geht, wird in das laufende Projekt „Umrüstung auf Barrierefreiheit“, das der Förderverein unterstützt, mit einfließen. Es wird eine Glasfront am Aufzug damit finanziert, damit im Gefahrenfall die Möglichkeit gegeben ist, mit gehörlosen Bewohnerinnen und Bewohnern in Gebärdensprache zu kommunizieren. Es war ein gelungenes Konzert mit Liedern, die das Publikum begeisterte, berührte und mitriss und für das sich die Konzertbesucher mit tosendem Beifall bedankten. Um ein paar Zugaben kam Gospeltrain am Konzertabend nicht herum.

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