Aschau – „Seit 1968 ist er Mitglied im Sachranger Verkehrsverein, seit 44 Jahren im Vereinsausschuss tätig und seit 24 Jahren unterstützte er mich als Zweiter Vorsitzender. Heute will sich Hans Pumpfer noch vor seinem 90. Geburtstag in diesem Jahr aus der Vereinsvorstandschaft zurückziehen“, bedauerte der Vorsitzende des Verkehrsvereins Sachrang, Benno Pertl, jetzt das Ausscheiden Pumpfers aus dem Vorstand nach 21 Jahren gemeinsamer Arbeit „zum Wohle Sachrangs“.
„Seine ausgeprägte Handschrift ist in Sachrang überall zu spüren. Er ist bis heute das personifizierte Sachrang. Er ist einer der wenigen, der sich noch erinnern kann, wie mit den ersten Sommergästen in den 30er-Jahren mit dem beginnenden Tourismus ein bescheidener Wohlstand ins Obere Priental kam. Er war mitverantwortlich für das Aufstellen des ersten Maibaums im Ort. Er stellte die ersten Räume für das Verkehrsbüro, die Raiffeisenbank und die Post zur Verfügung“, zählte Pertl die Meilensteine von Pumpfers Wirken in dem Aschauer Ortsteil auf. Bank und Post seien längst Geschichte, aber das Verkehrsbüro, jetzt geleitet durch die Tourist-Info Aschau, bestehe nach 62 Jahren immer noch in den alten Räumen.
Für seine Verdienste um den Verkehrsverein Sachrang ernannte Benno Pertl seinen bisherigen Stellvertreter Hans Pumpfer zum ersten Ehrenmitglied des Vereins. Annemarie Trixl war 44 Jahre im Vereinsausschuss als Beisitzerin tätig und stellte sich ebenfalls nicht mehr zur Wahl. Sie erhielt als Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit einen Blumenstrauß.
Sonst gab es bei den turnusmäßig anstehenden Neuwahlen unter der Leitung des Zweiten Bürgermeisters Max Pfaffinger nur geringe Änderungen im Vorstand. Pertl wurde für weitere drei Jahre als Vorsitzender bestätigt. Für Pumpfer rückte die bisherige Schriftführerin Monika Franzke nach. Ihr Amt übernahm Katja Vordermayer. Die Kassengeschäfte führt wie bisher Regina Maurer-Fuchs. Die Beisitzerinnen Elfriede Vordermayer, Christine Danner, Christine Trixl, die Annemarie Trixl beerbt, Angelika Anker und Marian
ne Hamberger runden das Gremium ab.
Pertl wies darauf hin, dass der Verkehrsverein mit seinen 51 Mitgliedern auch nach Abgabe des Unterkunfts- und operativen Tourismusbereichs an die Tourist-Info Aschau weiterhin in Sachrang touristisch tätig bleiben werde. So wolle man das Machbare im Bereich des Tourismus, das die Gemeinde nicht leisten könne, zum Wohl von Sachrang weiterhin selbst verwirklichen. „Unsere Stärke ist die Nähe und gute Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten und aller Hintergründe, wir sind immer ganz nah am Ball“, so Pertl. Die enge Zusammenarbeit mit der Tourist-Info sei dabei selbstverständlich.
Strenge Auswahl
für den Markt
Der Höhepunkt für den Verkehrsverein Sachrang war der 18. Sachranger Bauern- und Kunst-Handwerkermarkt, der an den beiden Tagen mit fast 100 Ausstellern recht erfolgreich verlief. Eine strenge Auswahl der Anbieter durch Monika Franzke mache den besonderen Reiz des Marktes aus. „Es kommen auch immer wieder Anfragen von neuen Bewerbern, diese müssen dem hohen Anspruch absolut gerecht werden.“ Die Anmeldungen für den 19. Bauern- und Kunsthandwerker-Markt am 2./3. Juni laufen bereits auf Hochtouren.
Der Leiter der Tourist-Info Aschau, Herbert Reiter, wies auf das neue Projekt im Oberen Priental hin: Der Ökokulturweg soll neu beschildert werden. Der Baumlehrpfad, den Dorothea Schwierskott bei der letzten Versammlung anregte, soll zum touristischen Jahresprogramm 2018 „der Woid“ jetzt zügig angelegt werden. Der Wanderweg Nummer zwei biete dafür beste Ausgangsvoraussetzungen. Die Bäume müssten nur noch ausgesucht und beschildert werden. „Der Tourismus hat in der Gemeinde einen sehr hohen Stellenwert“ erklärte der Zweite Bürgermeister Pfaffinger den Vereinsmitgliedern. „Wir haben ein gemeinsames Ziel: Der Tourismus muss florieren und wir streben weitere Steigerungen an. Auch wenn Übernachtungsmöglichkeiten wegbrechen, tun sich anderweitig neue Möglichkeiten auf. Irgendwie wird es immer weitergehen im Oberen Priental.“ reh