Kinder begeistern die Besucher beim Musiktheater „Wie das Licht in die Dunkelheit kam“

Beeindruckender Gleichklang

von Redaktion

Über zwei Monate haben sie intensiv geprobt – und es hat sich gelohnt: Bei den Besuchern haben die Mitwirkenden des Musiktheaters „Wie das Licht in die Dunkelheit kam“ jetzt große Begeisterung bei den Besuchern in der Kirche Heilig Kreuz ausgelöst.

Kiefersfelden – Ein Sprichwort sagt: „Viele Köche verderben den Brei.“ Nicht so bei der Aufführung des Musiktheaters „Wie das Licht in die Dunkelheit kam“, das von rund 90 kleinen und großen Mitwirkenden vom 1000-und-Ein-Klang-Orchester, den Kinderchören Pusteblume und der Kirche Heilig Kreuz sowie den Windspielkindern Reisach und Kiefersfelden und der Musikschule Rosenheim, allesamt aus Kiefersfelden und Oberaudorf, jetzt in der Kirche Heilig Kreuz aufgeführt wurde. Konzipiert wurde das Konzert von Michaela Käsemann-Wilke, die auch die musikalische und künstlerische Leitung inne hatte.

Aufstrebende

Talente

Nachdem die Generalprobe 24 Stunden zuvor durchaus noch etwas holprig daher gekommen war, zeigten die Künstler dann in der nahezu bis auf den letzten Platz gefüllten Pfarrkirche, was sie zusammen mit Michaela Käsemann-Wilke in den intensiven, zweieinhalbmonatigen Proben einstudiert hatten: Ein Singspiel, bei dem die Töne der Instrumente einen herrlichen Gleichklang mit den Stimmen der Sänger bildeten.

Dazu die einmalige Symbiose zwischen jungen, aufstrebenden Talenten und den schon eher gesetzten Mitgliedern des großen Ensembles, die nichts so leicht aus der Ruhe bringen konnte. Die begeisterten Zuschauer bekamen bei diesem rund 60-minütigen Konzert einen Mix aus klassischen Stücken namhafter Komponisten und eigenen Kompositionen von Michaela Käsemann-Wilke zu hören, die auch die Mehrstimmigkeit der Lieder umgesetzt hatte.

Daneben ruhte ebenfalls die gesamte Choreographie des Singspiels auf ihren Schultern, wobei eine gewisse Eigendynamik der jungen Darsteller in einigen Passagen durchaus gewollt war. Neben vielen Gesangsstücken, zum Teil mehrstimmig vorgetragen, waren es vor allem die musikalischen Intermezzi, die immer wieder für atemlose Stille in dem Gotteshaus sorgten. In jeder Sekunde konnte man die unglaubliche Leidenschaft der Orchestermitglieder spüren, die sich auch auf die Zuhörer übertrug.

Geigensolo zu

„Der Frühling“

Da war zum einen der erst elfjährige Jakob Bensch, dessen helle und klare Stimme das Kirchenschiff ausfüllte und der bei seinem Geigensoli aus Antonio Vivaldis „Der Frühling“, sein außergewöhnliches musikalisches Talent zeigte. Doch auch die anderen Hauptdarsteller dieses denkwürdigen Abends liefen zur Bestform auf. Ob nun an Geigen, Kontrabass und Klavier, hier glänzte der bekannte Oberaudorfer Komponist und Arrangeur Jürgen Doetsch, oder Cello und Schlagzeug. Zusammen mit den Gitarren, Blockflöten, weiteren Klanginstrumenten und dem vielstimmigen Chor war der Genuss des Zuhörens und Zusehens an diesem Abend ein wirklich jeden ansprechendes Erlebnis.

Mit einem Lied auf den Lippen und in den Händen kleine Lichter, mit denen sie das „Licht in die Dunkelheit“ brachten, zogen die Kinder vorbei an den dichtgefüllten Bänken zurück in den Altarraum, wo sie von ihren „Mitspielern“ schon wieder erwartet wurden. Mit einem furiosen musikalischen Finale endete dann dieser Abend, der noch einmal in die Verlängerung ging.

Lautstark Zugabe gefordert

Denn, von den Zuschauern lautstark gefordert, brillierten die von Michaela Käsemann-Wilke geführten Mitglieder des „1000-und-Ein-Klang-Orchesters“ mit einer Zugabe, in der noch einmal die ganze Freude und Begeisterung der Musikanten, Sänger und Spieler lautstark und intensiv zum Ausdruck kam. Vollkommen begeistert und ganz spontan lud Bürgermeister Hajo Gruber alle Protagonisten zu einem Pizzaessen ein, als Dank und Anerkennung für diesen unvergesslichen Abend.

Die links und rechts des Altarraums ausgestellten rund 60 Bilder zu dem Thema „Licht und Dunkelheit“, die von den Mitwirkenden des Orchesters gemalt worden waren, erfuhren die Aufmerksamkeit der Besucher vor allem nach dem Konzert. Hier zeigten die kleinen und großen Künstler ihre vielseitige Begabung.

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