Söllhuben – Der Ausdruck „Zapp-Zarapp“ stammt aus der Zirkussprache und bedeutet verzaubert werden. Entsprechend geht es bei dem amüsanten Theaterstück der beiden Autoren Markus Scheble und Sebastian Kolb aus Bad Feilnbach um Liebe, Eifersucht und natürlich um allerlei Verwechslungen.
Der Gasthof „zur Goldenen Sau“ ist in die Jahre gekommen. Er ist marode, und das Geschäft läuft auch nicht mehr besonders. Doch für die Renovierung fehlt das Geld. So ist es kein Wunder, dass die Wirtsleute Sepp (Rupert Furtner) und Lies (Maria Hirthe) vor lauter Frust häufig streiten. Auch Hans Moosbräu (Hans Schmid), der Bräu und Vetter von Sepp, ist keine Hilfe. Denn der weigert sich strikt, dem Paar finanziell unter die Arme zu greifen.
Als es eines Tages zwischen den beiden wegen eines verschmorten Schweinsbratens besonders heftig zugeht, schaltet sich der Geist der Urgroßmutter, der Ahndl (Brigitte Wiesheu), ein. Sie lässt den Zauberspruch Zapp-Zarapp los, und plötzlich ist die Lies nun der Sepp und der Sepp die Lies. Das ist natürlich ein Schock für die Wirtsleute. Plötzlich merken die beiden, dass auch ihr Partner ein Päckchen zu tragen hat. So hat Lies die Gicht vom Sepp geerbt, die sie vorher als Drückebergerei vor der Arbeit kritisiert hat und die sie nun heftig schmerzt. Andererseits muss Sepp jetzt kochen, Kaffee sieden, und außerdem soll er – was ihm besonders schwer fällt – Stricken lernen, damit er beim wöchentlichen Strick-Kränzchen mitmachen kann.
Von der Verwandlung merken der Bäckermeister Rudi (Andreas Hamberger) und seine Frau Uschi (Karin Rothmayer), der Vorstand des örtlichen Fußballclubs, Otto (Franz Dangl), und seine Frau Hilde (Andrea Summerer) ebenso wenig wie die Stammgäste Erwin (Hans Ortner) und Babsi (Gaby Rothmayer). Doch wie bei den Wirtsleuten verläuft auch deren Leben nicht ganz reibungslos. Besonders der Bäckermeister steht ganz unter der Fuchtel seiner Frau.
Freude kommt auf, als der örtliche Fußballverein sein Aufstiegsspiel gewinnt. Der Vereinsvorstand hat große Pläne und will ein Stüberl für den Verein errichten. Fraglich ist jedoch, ob der Bräu zustimmt. Wie es weitergeht, wird hier aber nicht verraten.
Die Zuschauer bogen sich vor Lachen bei den vielen aus dem Leben gegriffenen Szenen; und die Darsteller unter der Spielleitung von Konrad Fischer und Martin Alt agierten souverän und witzig.
Weitere Aufführungen
Weitere Aufführungen folgen am Freitag, 23., und Sonntag, 25. März. Beginn ist jeweils um 20 Uhr im Gasthof Hirzinger in Söllhuben. Nach der erfolgreichen Premiere gibt es am Sonntag, 1. April, eine Zusatzaufführung. Karten sind erhältlich bei der VR Bank in Riedering, Telefon 08036/307630.