Bürgerversammlung in Frasdorf

Schnelles Internet für Frasdorf

von Redaktion

Zum Schluss der Frasdorfer Bürgerversammlung in der Lamstoahalle gab es viel Applaus – aber kaum Fragen. Erfreulich aus der Sicht vieler Bürger: Frasdorf erhält in den nächsten zwei Jahren „schnelles Internet“.

Frasdorf – Der ehemalige Gemeinderat Josef Stein stellte ein paar Themen in den Raum, die – nach seiner Ansicht – in der Gemeindepolitik im vergangenen Jahr nicht optimal gelaufen seien. Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller erwiderte darauf, dass zu all diesen Fragen und Vorstellungen gültige Gemeinderatsbeschlüsse vorliegen und am Ratstisch andere Entscheidungen getroffen wurden, als Josef Stein nun im Nachhinein vorschlage.

Ludwig Göttlinger – auch er ehemaliger Gemeinderat – versprach, sich mit zehn Prozent an den Kosten eines Geschwindigkeitsanzeigegeräts zu beteiligen, das die Geschwindigkeit der Autos aus Söllhuben in der Ortseinfahrt von Ginnerting mit seinen Smileys drosseln soll.

Sonst herrschte allgemeines Schweigen nach dem Vortrag der Bürgermeisterin; offensichtlich hatte Marianne Steindlmüller die Situation der Gemeinde Frasdorf in ihrem Rechenschaftsbericht bei der Bürgerversammlung in der gut besuchten Lamstoahalle so gut beschrieben, dass für die Zuhörer keine Fragen offen blieben.

Die großen Probleme der letzten Jahre seien weitestgehend vom Tisch oder „hängen in der Bearbeitung weiter im Mahlwerk der Behörden“, so die Rathauschefin. So ist das Ringen um den Ostkorridor Brennerzulauf unter dem Samerberg hindurch bereits Geschichte und der Ausbau der Autobahn zieht sich zäh wie Hefeteig weiter durch die Jahre. Alle Prüfaufträge der Regierung von Oberbayern seien mittlerweile abgearbeitet. Die Autobahndirektion Südbayern hat die Planungsanpassungen und Optimierungen in die Tekturlagepläne eingearbeitet. Aktuell erfolgt auf dieser Basis die Neubewertung des naturschutzfachlichen Eingriffs, die Überarbeitung der Regelungsverzeichnisse und Grunderwerbsunterlagen.

Zusätzlich wird auf der Grundlage der neuen amtlichen Straßenverkehrszählung zum wiederholten Mal die prognostizierte Verkehrsbelastung überprüft. Im Frühjahr 2018 werden die Tekturanträge im Planfeststellungsverfahren erneut ausgelegt. Bürgermeisterin Steindlmüller betonte, dass die verantwortlichen Stellen der Regierung von Oberbayern ein zeitnahes Baurecht unverändert zusichern.

Frasdorf erhält in den nächsten zwei Jahren schnelles Internet. Der Vertrag mit der Deutschen Telekom wurde am 13. März unterzeichnet, die Regierung von Oberbayern genehmigte den vorzeitigen Maßnahmenbeginn am 5. März. Der Ausbau erfolgt durch die Deutsche Telekom, die Gesamtkosten für die Maßnahme betragen voraussichtlich 1099820 Euro, der Freistaat Bayern übernimmt davon 606300 Euro. Mit dieser Maßnahme werden 208 Gebäude im Gemeindebereich mit Breitband erschlossen, die Hausanschlüsse sind im Förderprogramm enthalten und müssen von den Grundstückseigentümern nicht bezahlt werden! Die Fertigstellung ist bis Mitte 2020 vorgesehen.

Pläne für Ortsentwicklung vorgestellt

Ausführlich berichteten die vier Arbeitsgruppen zur weiteren Ortsentwicklung „Frasdorf 2030“ um die beiden Gemeinderäte Lorenz Wollschlager und Gabi Stein von den Zukunftsplanungen für den Ort. Wenige Tage nach der Vorstellung des Interkommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK) für die künftigen gemeinsamen Maßnahmen zur weiteren Entwicklung der vier Prientalgemeinden Aschau, Bernau, Frasdorf und Prien im Aschauer Chalet-Saal zeigten die Frasdorfer Arbeitsgruppen, wie man an die Grundlagenermittlung für ein solches Vorhaben richtig herangeht.

Um die zukünftigen Anforderungen richtig beurteilen zu können, müsse man zunächst einmal die Voraussetzungen ermitteln und alle vorhandenen Gegebenheiten auf den Prüfstein stellen. Das sei derzeit die Aufgabe der ortskundigen Arbeitsgruppen, alle weiteren Forderungen und Beurteilungen ergäben sich aus diesen Grundlagen.

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