Gemeinderat Kiefersfelden befürwortet Gesamtvolumen von 19,6 Millionen Euro

2018 erneut ein „Rekord-Haushalt“

von Redaktion

Mit einem Gesamtvolumen von genau 19656200 Euro hat der Kiefersfeldener Gemeinderat erneut einen Rekord-Haushalt auf den Weg gebracht. Und: Entgegen allen Befürchtungen bedarf es zur Finanzierung der geplanten Maßnahmen der Gemeinde keiner erneuten Kreditaufnahme.

Kiefersfelden – Im Gesamthaushalt 2018 entfallen 13923500 Euro auf den Verwaltungs- und 5732700 auf den Vermögenshaushalt. Im Wirtschaftsplan der Gemeindewerke sind für das Wirtschaftsjahr 2018 Darlehensaufnahmen in einer Gesamthöhe von 179000 Euro vorgesehen. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 827, 41 Euro pro Einwohner. Zum Stichtag Dezember 2016 lag die Einwohnerzahl bei 6864.

Die Hebesätze für die Grundsteuern A und B in Höhe von 320 Prozent, sowie der Gewerbesteuerhebesatz in Höhe von 350 Prozent bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Einzelne Einnahmepositionen, deren Gestaltung und Optimierung im Ermessen der Gemeinde liegen, wurden in den letzten Jahren nach und nach angepasst, um die Einnahmenstruktur des Verwaltungshaushalts zu verbessern und die dauerhafte Leistungsfähigkeit der Gemeinde sicherzustellen. Dabei wurden neben der Erhöhung von Gebühren (Kindergartenbeiträge, Eintrittspreise Innsola, Einführung Gebühr für Mittagsbetreuung) auch die Gemeindesteuern angepasst (Erhöhung Gewerbesteuerhebesatz bereits 2017, Erhöhung der Hundesteuer 2018).

Somit wurden in den letzten Jahren die Einnahmepositionen, welche die Gemeinde in eigenem Ermessen gestalten kann, optimiert und mittelfristig ausgerichtet.

„Für die Gemeinden bleibt für die Einnahmeseite zu hoffen, dass der Trend, wie er sich in den vergangenen Jahren gezeigt hat und wie er für die nächsten zwei Jahre prognostiziert wird, weiter fortsetzt und die Kommunen an den sprudelnden Steuereinnahmen auf Bundes- und Landesebene in diesem Maße beteiligt werden. Mit diesen Beteiligungsbeträgen steht und fällt der gemeindliche Haushalt und damit auch der gemeindliche Investitionsspielraum“, so Kämmerer Sebastian Senftleben in seinen Aussführungen.

Die Ausgabenseite des Verwaltungshaushalts ist in die drei Bereiche Personalkosten, sächlicher Verwaltungs- und Betriebsaufwand sowie die Finanzausgaben gegliedert.

Kreisumlage

leicht geringer

Der größte Ausgabeposten findet sich bei „Sonstige Finanzausgaben“. Die Gesamtsumme dieser beläuft sich 2018 auf 5051500 Euro gegenüber 4426300 Euro im vergangenen Jahr. Ursächlich hierfür ist die deutlich höhere Zuweisung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt mit veranschlagten 1548900 Euro.

Mit einem Ansatz von 2948600 Euro fällt die Kreisumlage erneut leicht geringer als noch 2017.

Durch vereinzelte Umschuldungen und damit verbundene günstigere Zinskonditionen sowie durch abbezahlte Darlehen konnte die Schuldendienstquote der Gemeinde für 2018 trotz eines Nachtragshaushalts 2017 mit einer Neuverschuldung von 1,5 Millionen Euro auf 4,47 Prozent erneut abgesenkt werden (2017: 4,93 Prozent). Hierbei profitiere, so der Kämmerer, die Gemeinde von den derzeit günstigen Darlehenskonditionen und zum anderen von den in der Vergangenheit stetig erfolgten Tilgungsleistungen.

Mit einem Ansatz von 4235500 Euro schlagen Kosten für den laufenden Betrieb der Verwaltung und der einzelnen Einrichtungen sowie die Unterhaltung der Grundstücke, der baulichen Anlagen sowie des Fuhrparks zu Buche.

Jahr für Jahr nehmen die „Personalausgaben“ zu. Diese sind für 2018 mit 4224000 Euro angesetzt (2017: 4128400 Euro). Neben den tariflichen Steigerungen ist die Besetzung der Stellen und (im Bereich der Kinderbetreuungseinrichtungen) die Einhaltung von Anstellungsschlüsseln, maßgebend für die Zusammensetzung der Personalkosten. „In sämtlichen Bereichen ist die optimale Auslastung und Ausstattung der einzelnen Einrichtungen mit qualifiziertem Fachpersonal oberste Prämisse in der Personalwirtschaft der Gemeinde Kiefersfelden“, unterstrich Bürgermeister Hajo Gruber. Personalressourcen würden gezielt eingesetzt, sodass Überbesetzungen oder so genannte „Stabsstellen“ vermieden werden. Zudem sei man sich als Ausbildungsbetrieb vor Ort seiner Verpflichtung bewusst, weshalb bereits 2017 zwei Ausbildungsstellen im Bereich der Gemeindeverwaltung eingerichtet und besetzt worden seien.

Erklärtes Ziel der Gemeinde Kiefersfelden ist es, ohne zwingende Neuverschuldung und aus eigenen Mitteln die geplanten Maßnahmen und Investitionen stemmen zu können. Aufgrund der Verzögerung eines Grundstücksverkaufs in Höhe von veranschlagten 1,5 Millionen Euro im Haushaltsjahr 2017 wurden diese planbaren „Mindereinnahmen“ durch die Aufnahme eines Darlehens in eben dieser Höhe kompensiert und somit der Haushaltsausgleich zu den derzeit äußerst günstigen Darlehenskonditionen sichergestellt. Aufgrund dieser Maßnahme in Verbindung mit der für 2017 durchaus überraschend positiv ausgefallenen Jahresrechnung, konnten entsprechende Überschüsse erwirtschaftet und teilweise den Rücklagen zugeführt werden. „Nachdem diese in den letzten Haushaltsjahren nahezu aufgebraucht wurden, könnte durch eine weiterhin stabile Haushaltsführung ein Grundstock an Rücklagen aufgebaut werden“, führte Senftleben aus.ge

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