Schechen – Die Geschäfte laufen schlecht im Gasthaus „Zum roten Ochsen“. Wirt Gustl Schmalreiter (Christian Sixt) und seine Frau Maria (Claudia Stahuber) sind der Verzweiflung nahe, als auch die letzten Gäste zur Konkurrenz „Zum goldenen Stier“ abwandern. Auch Gertrud (Sandra Untereichmeier) die Bedienung im Ochsen, und Drahdi (Florian Egger) der Koch, verstehen nicht, was los ist. Den neureichen Wirt Franz Breitmoser (Andreas Rausch) freut das natürlich sehr, und er lässt keine Gelegenheit aus, die Belegschaft von Gustl seine Überlegenheit spüren zu lassen.
Um den Roten Ochsen zu retten, muss also eine zündende Idee her. Die kommt Gustl, als sein Freund Waxe (Schorsch Zehetmayer) von einem Ausflug des Bauernverbandes heimkehrt. Der „Narrnbacher Almabtrieb“ soll die Kassen wieder füllen. Ob das gelingt? Davon kann sich jeder in den weiteren Vorstellungen überraschen lassen.
Zur Inspiration liest er jedes Jahr an die 30 Theaterbücher, hat Spielleiter Manfred Altenweger im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen erzählt. Das Stück, das ihm am besten gefällt und bei dem jeder eine passende Rolle spielen kann, kommt dann auf die Bühne. Und dieses Jahr ist dies die Komödie in drei Akten „Der Narrnbacher Almabtrieb“ von Peter Landstorfer.
Bereits seit elf Jahren finden die Aufführungen des Trachtenvereins Immergrün Pfaffenhofen im Pflegerstadl in Schechen statt. Die Theatertradition der Trachtler reicht indes bis in die 50er- Jahre zurück.
Geprobt wird immer zwischen acht und sechs Wochen. Natürlich passiert da auch das ein oder andere lustige Missgeschick, wie in diesem Jahr der Absturz mit samt einer Lampe und die anfänglichen Schwierigkeiten mit dem schwäbischen Dialekt.
Die Vorpremiere wurde vom Publikum, in dem von Kindern bis Senioren alle Altersklassen vertreten waren, mit reichlich Applaus belohnt. Und wie bei dieser Veranstaltung ist auch bei den Abendvorstellungen fürs leibliche Wohl gesorgt.