Pittenhart –Es soll die Aufgaben erarbeiten, die in den nächsten Jahren in ähnlicher Weise in diesen Gemeinden anstehen, um sie zukunftsfähig zu machen. Auch sollen Probleme angegangen werden, die die Ortsentwicklung einer Gemeinde im Besonderen betreffen.
Ein solches Entwicklungskonzept bildet die Grundlage für die Planung der wichtigen Projekte der beteiligten Gemeinden und für den Erhalt staatlicher Förderung. Die Gemeinden haben das Stadtplanungsbüro Dragomir beauftragt, in Zusammenarbeit mit den Gemeindeverantwortlichen und ihren Bürgern einen Entwurf für ihr Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept zu erarbeiten.
Um die Beteiligung aller Akteure und aktiven Bürger zu gewährleisten, einigte man sich auf einem Treffen der Bürgermeister und Vertreter der Verwaltungen mit einem Mitarbeiter des Büros auf folgendes weiteres Vorgehen: Es wird ein Steuerkreis gebildet, der nicht mehr als 25 Personen umfassen sollte, aus den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden, weiteren Gemeinderäten sowie Vertretern aus den Verwaltungen und den Bereichen Kultur, Tourismus, Landwirtschaft, Gewerbe und Einzelhandel, dazu Soziales – hier sollen die Jugend-, Senioren- und Familienbeauftragten der Gemeinden berücksichtigt werden. Die Vertreter der einzelnen Bereiche sollen gemeindeübergreifend in Informationsveranstaltungen im größeren Kreis bestimmt werden.
Nach den Gremien in Schnaitsee und Obing beschäftigte sich nun auch der Pittenharter Gemeinderat mit diesen weiteren Schritten und hier war man der Meinung, dass in dem überörtlichen Steuerkreis auch der Zweite und der Dritte Bürgermeister beteiligt sein sollten und es wurden Sebastian Stöcklhuber und Reinhard Schreiner als Vertreter der Gemeinderäte bestimmt.
Im Gemeinderat Pittenhart wurde die Planung für den Erweiterungsbau der Kindertagesstätte erneut vorgestellt und von Architekt Thomas Bachmayer wurden die Änderungen erläutert, die sich vor allem daraus ergeben, dass der Kindergarten als integrativer geführt werden soll. Vor allem ist nun der behindertengerechte Ausbau einer Toilette im Neubau in der Kindergartenebene vorgesehen, die von einem Rollstuhlfahrer ebenerdig erreicht werden kann; der Wechsel in eine andere Ebene ist für Rollstuhlfahrer durch eine Rampe außen möglich. Christoph Goy, der Planer für die technische Gebäudeausrüstung, informierte über die Kosten der Ausstattung des Neubaus in den Bereichen Heizung, Lüftung und Sanitär, der grundsätzlich in Anbindung an den Altbestand erfolgen soll. Dabei mussten für die Weiterführung der Planung und darauf folgender Ausschreibung einige grundlegende Punkte vom Gemeinderat Pittenhart entschieden werden.
Intensiv diskutiert wurde von den Pittenharter Gemeinderäten, welcher Brennstoff künftig für die gesamte Heizungsanlage verwendet werden soll. Die Weiterverwendung von Öl wäre zwar laut Berechnung des Planers momentan die kostengünstigste Lösung, doch waren sich Bürgermeister Sepp Reithmeier und die Gemeinderäte einig, dass man die Gelegenheit des Erweiterungsbaus nutzen sollte, auf eine regenerative Energie regionaler Herkunft umzusteigen und so der Verantwortung als Kommune gerecht zu werden.
Das Gremium entschied sich für eine Pelletsheizung, für die etwa 15000 Euro mehr investiert werden müssen. Hackschnitzel als Brennstoff wurden aus den Überlegungen ausgenommen, weil es bei Belieferung und Lagerung große Probleme geben würde, wenn man die bisherigen Heizungsräume weiter nutzen will. Um für die Kinder ein besseres Raumklima zu schaffen, wurde außerdem der Einbau dezentraler Lüftungsanlagen beschlossen; damit werde auch Energie eingespart, sodass sich die Investition langfristig rechnen werde, hieß es. Um die Erschließungsarbeiten für das neue Baugebiet „Hinzinger Länder – Erweiterung“ zu erleichtern, vergab der Gemeinderat Pittenhart Bezeichnungen für die drei in dem Wohngebiet vorgesehenen Straßen. Der Name „Am Lech“ für die äußere Straße orientiert sich an der Flurbezeichnung für das Waldstück in der Nähe. Mit der Bruder-Ildefons-Straße wird ein Märtyrer aus der Zeit der Verfolgung von Christen durch die kommunistischen Machthaber in Korea Anfang der 50er-Jahre geehrt.
Bruder Ildefons Flötzinger stammte aus Taiding, das damals zu Pittenhart gehörte, wirkte lange Jahre als Schreiner in einem koreanischen Kloster und starb 1952 in einem koreanischen Gefangenenlager, wurde den Pittenharter Gemeinderäten von Pfarrer Christoph Kronast erklärt. Der Winsauer-Weg soll an den Lehrer Winsauer, eine bekannte Persönlichkeit der Pittenharter Heimatgeschichte, erinnern.
Das Chronikbuch von Pittenhart geht demnächst in Druck. Laut Beschluss des Pittenharter Gemeinderates wird eine Stückzahl von 750 Exemplaren in Auftrag gegeben.