Riedering – Wie Bürgermeister Josef Häusler bei der jüngsten Sitzung informierte, liege das Bauvorhaben im Geltungsbereich des Bebauungsplans „Kindergarten Riedering“; im Flächennutzungsplan sei dieses Grundstück für den Allgemeinbedarf mit einer sogenannten Zweckbindung für soziale Zwecke eingezeichnet. Die Zufahrt sei über den Kirchweg gesichert. Die Wasserversorgung erfolge über das Unternehmen Huber, die Entwässerung hingegen über den gemeindlichen Kanal.
Nur mit Bauchschmerzen zustimmen
Josef Lindner hakte beim Thema Kosten nach. Er könne der nunmehr 3,7 Millionen Euro teuren Planung „nur mit Bauchschmerzen“ zustimmen. Im September seien die Hochbaukosten ohne Erschließung auf 3,1 Millionen Euro geschätzt worden, im Januar seien es dann 4,7 Millionen gewesen. Nun sei die Planung zwar deutlich abgespeckt worden, die Kosten fielen aber immer noch sehr hoch aus. Wenn der Gemeinderat rechtzeitig über die Kosten informiert worden wäre, hätte er schon damals anders gestimmt.
Bürgermeister Josef Häusler befand jedoch, dass der Schwarze Peter nicht bei der Verwaltung gesucht werden solle. Man wolle keine Verzögerung, Riedering brauche den Kindergarten.
Es sei Aufgabe des Planers, zu informieren, wandte Josef Lindner ein. Diese Meinung vertrat auch Rupert Lindner.
Der damalige Betrag von 3,1 Millionen Euro habe auf einer Kostenschätzung beruht, erklärte Architekt und Gemeinderat Hans Wagenstaller. Im Übrigen wäre eine mehrgeschossige Alternative anstelle des vom Gemeinderat befürworteten Modulkonzepts auch nicht billiger. Durch Planänderungen habe er die Kosten für das Modulkonzept inzwischen um eine Million Euro reduziert.
Josef Lindner beharrte, dass er zu wenig über die Kosten informiert worden sei. Gleichwohl befürworte er das Modul-Konzept. Josef Loferer fügte an, dass da vielleicht „einiges schiefgelaufen“ sei. Aber jetzt sei das Gebäude nun mal so geplant und die Kosten seien so, wie sie nun ausfielen.
Einstimmig erteilten die Gemeinderäte schließlich das gemeindliche Einvernehmen.