Aschau – „Das Übertreffen der Erwartungen der Gäste, das ist ständig unser Ziel. An dieser Zielvorstellung arbeiten und feilen wir täglich, wir passen uns selbst und alle dem Tourismus verbundenen Leistungen, Veranstaltungen und Themen an den Gast an.“ Der Anspruch der Gäste sei in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen. Der Gast von heute sei weltweit zu Hause und besonders anspruchsvoll geworden. Schlagwörter wie Bequemlichkeit, Komfort und das „Rundum-Sorglospaket“ spielten heute eine besonders wichtige Rolle. Die meisten möchten es in ihrer Freizeit „schöner als zu Hause“ haben, so der Tourismuschef.
„Wir haben unsere Zahlen aus dem Vorjahr weitgehend gehalten, das Halten der jetzigen Gäste- und Übernachtungszahlen ist ein Erfolg auf diesem heiß umkämpften Markt.“ Aschau hatte im Vorjahr über 339540 Übernachtungen und knapp 65300 Gäste, dabei liegt die Aufenthaltsdauer in Aschau mittlerweile wieder deutlich über fünf Tagen. „Im Jahr 2017 konnten wir auf unsere bewährten Betriebe zurückgreifen, insgesamt standen 2365 Betten zur Verfügung.
„In den Sommermonaten zeigt es sich immer wieder, dass das Angebot zu knapp ist und bei passenden Angeboten noch mehr Gäste ins Priental reisen würden“, erklärte Reiter. Der Trend, Urlaub im eigenen Land zu machen, sei weiterhin deutlich erkennbar. Rund 50 Gastgeber ließen ihre Häuser zertifizieren und können sich wieder im Glanz der Sterne schmücken: Von der Zwei-Sterne- bis zur Fünf-Sterne-Unterkunft ist in Aschau und Sachrang die volle Bandbreite gegeben.
Die Treue der Gäste zur Aschauer Region sei bemerkenswert, so seien rund 100 Gästeehrungen durchgeführt worden.
Als Bergsteigerdorf
ausgezeichnet
Der Aschauer Ortsteil Sachrang erhielt zusammen mit der Gemeinde Schleching das Prädikat „Bergsteigerdorf“ des Deutschen Alpenvereins. „Für uns ist diese Ernennung auch in touristischer Sicht eine reizvolle Aufgabe und eine große Chance.“ Ziel müsse es sein, neue Gäste anzusprechen und zu gewinnen.
Anfang März wurde Aschau ganz offiziell zum „Genussort“ durch das Bayerische Landwirtschaftsministerium ernannt. Von den über 2000 Gemeinden in Bayern wurden neben Aschau lediglich 45 weitere Orte zum Genussort ernannt.
Im letzten Jahr wechselte die Verantwortung für alles rund um das Schloss Hohenaschau vom Heimat- und Geschichtsverein zur Tourist-Info: das Burgladerl, das Prientalmuseum, das Führungspersonal und alle organisatorischen Aufgaben in der Zuständigkeit und Bearbeitung. Das Burgladerl wurde renoviert und mit neuen Produkten ausgestattet, zusätzlich wurde eine Terrasse angelegt und neue „Rast“- und Sitzgelegenheiten angeschafft. Über 7000 Erwachsene und Kinder haben sich vom kulturellen Angebot in den historischen Gemäuern überzeugt.
Im Sinne interkommunaler Zusammenarbeit wurde 2017 auch wieder mit den Nachbargemeinden Frasdorf, Prien und Rimsting das Gemeinschaftsprojekt „Prientaler Flusslandschaft“ weiter betreut und durch Aktionen wie dem „Brückentag“ gestärkt. „Schwerpunkt wird in diesem Jahr alles rund um den Wald, das Holz und was immer damit im Oberen Priental zusammenhängt, werden“, führte Reiter aus. Unter dem Jahresmotto „Da Woid“ gehe es „zurück zu den Wurzeln“.
Im Müllner-Peter-Museum in Sachrang wird die Sonderausstellung „Drei Meter Noten & 40 Jahre Film“ zum 175. Todestag des Müllner Peter gezeigt.