TuS Raubling: Hauptversammlung des grössten Vereins in der Gemeinde

Auf zu neuen Ufern

von Redaktion

Ehrenamtliches Engagement ist heutzutage alles andere als selbstverständlich. Das spüren auch immer mehr Sportvereine. Anders beim TuS Raubling. Dort freute man sich im Jahr 2017 über einen dreistelligen Mitgliederzuwachs. Das hat echten Seltenheitswert. Aber auch sonst ist es beim TuS ein bisserl anders alsanderswo.

Raubling – Der seit jeher stark engagierte, vor 105 Jahren gegründete Verein ist mit derzeit 2200 Mitgliedern auch weiterhin der mit Abstand größte Verein in der Inntalgemeinde. Einen neuen Weg probierte die Vorstandschaft 2016 aus: Der Verein gründete das Fitness- und Präventionszentrum in der Friedrich-Fuckel-Straße. Ein Renner, wie sich zeigen sollte. Und darauf ist Vorsitzender Ulrich Maier durchaus stolz, wie er vor 150 Mitgliedern bei der diesjährigen Hauptversammlung des TuS beim Huberwirt in Raubling erklärte. Die Gründung sei ein großer, zukunftsweisender Erfolg, das Kursprogramm werde sehr gut angenommen. Hier werden mittlerweile 45 verschiedene Kurse angeboten, an denen rund 700 begeisterte Sportler wöchentlich teilnehmen. „Einen großen Anteil daran hat die hervorragende Arbeit von Zentrumsleiterin Sabine Thomas-Bleich“, lobte Maier.

Weil Körper und Geist immer eine Einheit bilden, will sich der TuS künftig auch verstärkt im gesellschaftlichen Bereich bewegen. Das entsprechend initiierte Projekt „Kultur und Soziales“ sei sehr erfolgreich gestartet, erklärte Maier auf der Hauptversammlung. Die beiden Veranstaltungen mit den Kabarettisten Chris Boettcher und Andreas Giebel waren jeweils sehr gut besucht, der Erlös wird vom TuS Raubling an soziale Projekte der Gemeinde gespendet.

Der Kassenbericht der beiden Kassiere Sebastian Eder und Stefan Eckstaller für das Jahr 2017 zeigte zudem, dass hier finanziell erfolgreich gearbeitet wurde.

Ein großes Thema für den Verein war die Sperrung des „Vereinsstüberls“ in der Gemeindehalle aus brandschutztechnischen Gründen. Ein adäquater lokaler Treffpunkt für das gesellschaftliche Miteinander im Verein wird derzeit schmerzlich vermisst. „Hier muss dringend mit der Gemeinde eine Lösung gefunden werden. Der Verein wird hier sicher seinen Anteil dazu beitragen, wie er es auch in der Vergangenheit gemacht hat“, bekräftigte der Vorsitzende.

Betreuung der Kinder und Jugendlichen

Dass eine sportliche Grundausbildung vor allem im Kinder- und Jugendbereich nicht nur aus gesundheitlicher, sondern auch aus sozial-gesellschaftlicher Sicht extrem wichtig sind, hat der TuS Raubling schon seit jeher erkannt und schon immer Wert auf Nachwuchsarbeit gelegt. „Auf unsere Jugendarbeit können wir sehr stolz sein. Derzeit sind rund 1100 Jugendliche bei uns im TuS sportlich aktiv. Das klappt nur mit einer ausgezeichneten Betreuung durch sehr gute, extrem engagierte Übungsleiter“, lobte Maier alle Übungsleiter und engagierte Eltern.

Dennoch fügte er kritisch hinzu, dass Vereinsarbeit im Allgemeinen immer schwieriger werde: „Auch die ehrenamtliche Tätigkeit in unserer Gesellschaft findet immer weniger Anerkennung. Auch das Vereinsrecht ist zu überdenken, da die Haftung der Vereinsvorstände ständig steigt, was viele von einem ehramtlichen Engagement abhält.“

Bau der Mehrzweckhalle

Über kommunalpolitische Entwicklungen in der Gemeinde informierte Raublings Bürgermeister Olaf Kalsperger. Ein großes Projekt der Gemeinde ist der Bau der neuen Mehrzweckhalle, die den Vereinen der Gemeinde Raubling als Sportstätte zur Verfügung gestellt wird. Baubeginn wird Frühjahr 2019 werden, die Fertigstellung soll Mitte 2020 erfolgen.

Die jeweiligen Leiter der Abteilungen Turnen (Astrid Meier), Tischtennis (Günther Kammermeier), Tennis (Klaus Wozniak), Tanzsport (Richard Thaller), Ski (Alexander Reichl), Leichtathletik (Anita van Eyken, Handball (Manuel Rösler), Gewichtheben (Tamara Voit), Fußball (Matthias Homann) und Badminton (Rudi Huber) berichteten über die sportlichen Leistungen ihrer Mannschaften und über die Ereignisse im letzten Jahr.

Zum Abschluss wurden langjährige Mitglieder von Vorstand Ulrich Maier geehrt. Bereits seit 75 Jahren ist Anton Lechner dabei. 70 Jahre mit dabei sind Werner Anzill, Manfred Blum und Karl Gruber. Für 65 Jahre wurden Peter Anderl und Alois Kaiser geehrt. Über 60 Jahre Mitgliedschaft und die Ernennung zu Ehrenmitgliedern durften sich Hans Wilhelm, Dr. Helmut Obermayer und Stefan Mashold freuen. Die weiteren Ehrungen: 50 Jahre: Thomas Zaisserer, Fritz Wimmer, Jakob Weiß, Sepp Siegmund, Sepp Deindl, 40 Jahre: Werner Stöger, Felix Marker, Alexander Erdmann, Uli Maier, Stefan Eckstaller, Hildegart Eckstaller, Georg Bauer. 25 Jahre: Sebastian Füssl, Erhard Kraus, Grete Kraus, Sebastian Graf, Wolfgang Gruber, Ignaz Lechner, Ladislav Heitl, Willi Schwangler. Die Vertreterin vom BLSV, Isabella Thaller, überreichte Günther Kammermeier die Verdienstnadel in Gold mit kleinem Kranz für 30 Jahre Schriftführer und 16 Jahre Abteilungsleiter Tischtennis.

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