Samerberg – Nach den Berichten von Schriftführerin Stephanie Eckert und der Kassenverwalterin Anneliese Stuffer gab Simon Mayer, der Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Samerberg, Auskunft über die Obsternte 2017. Ein später Wintereinbruch Mitte April und nochmals Ende April in einer Zeit, in der Apfelbäume, Birnen-, Zwetschgen- und Kirschbäume bereits in voller Blüte standen, war schuld, dass die Obsternte sehr schlecht ausfiel. „Der Schnee hielt sich nur ein paar Tage, jedoch war der Nachtfrost stark und auch die Bienen konnten nicht fliegen. Darum wuchs so gut wie kein Obst heran.“ Nur späte Apfelsorten hätten einigermaßen Früchte angesetzt.
Die vom Verein zweimal im Jahr angebotenen Baum- und Sträucherbestellungen wurden auch 2017 wieder gerne von den Mitgliedern angenommen. Ergebnis: 90 neu gepflanzte Obstbäume und viele weitere Sträucher am Samerberg.
Mayer zeigte sich hocherfreut über 17 neue Mitglieder im vergangenen Jahr und wies darauf hin, dass die Zahl des Vereins nun auf 268 Mitglieder angewachsen sei. „Gartln liegt mehr denn je im Trend“, so Mayer.
Ein Wermutstropfen sei allerdings, dass sich die Zahl der Bienen und Insekten weiterhin dramatisch verringert habe.
Interessant für alle Gartenliebhaber ist der diesjährige Tag der offenen Gartentür am 24. Juni in Stephanskirchen und Nußdorf. Ein weiterer wichtiger Termin im Vereinskalender ist der 7. August: Der Ausflug nach Matrei/Osttirol und ins Gschlößtal stehe auf dem Programm. Mayer wies auf die Homepage www.ogv-Samerberg.de des Vereins hin.
Bürgermeister Georg Huber dankte den Gartlern im Namen der Gemeinde: Sie seien dafür verantwortlich, dass der Samerberg bei Einheimischen und Gästen als blühende Ortschaft wahrgenommen werde.
Nach einer kurzen Pause übergab der Vorsitzende das Wort an den diesjährigen Referenten Peter Köpke. Köpke, ein Eigengewächs des Vereins und Gärtnermeister mit Leib und Seele, zeigte in farblich wunderbar abgestimmten Bildern viele Möglichkeiten und Ideen für eine optimale Balkonbepflanzung. Er sprach über die Vorzüge der einzelnen Sorten und gab Pflege- und Düngeanweisungen und nannte die Vorteile von Bewässerungskästen im Vergleich zu herkömmlichen Blumenkästen.
Dann wurde es spannend: Simon Mayer und Agnes Astner, die Zweite Vorsitzende, verkündeten die Preisträger des Blumenschmuckwettbewerbes mit dem Thema „Meine schönste Rose“.
Die fachkundige Jury aus Rohrdorf kam zu folgenden Bewertungen: Den ersten Platz belegte Angelika Wiesholzer, den zweiten Platz teilten sich Klara Moser, Lisa Hörl, Monika Huber und Irmgard Pledl. Auch der dritte Platz wurde mehrfach vergeben: an Elisabeth Kronsteiner, Elisabeth Spöck und Peter Weyerer.
Wie immer wurden zum Schluss der Versammlung Wünsche und Anträge der Mitglieder entgegengenommen. Eine Gartlerin und passionierte Imkerin wies auf das leider auch am Samerberg große Bienensterben hin und appellierte an die Anwesenden, bitte doch ein Stück Wiese nicht zu mähen, damit Wildblumen, die wichtige Futterquellen für Bienen sind, wachsen können. Außerdem wäre es schön, wenn Gärten wieder vermehrt mit Blumen, die viele Blüten und somit Nektar ausbilden, bepflanzt werden.re