„Ein großer Tag für die Feuerwehr“

von Redaktion

Sachranger Retter fiebern der Einweihung des neuen Fahrzeugs am 23. Juni entgegen

Aschau – „Am 23. Juni werden wir unser neues Feuerwehrfahrzeug LF 8 feierlich in Dienst stellen und einweihen – ein großer Tag für die Sachranger Feuerwehr“, kündigte Kommandant Stefan Singhartinger in seinem Bericht bei der Jahreshauptversammlung an. „Wir hatten ein ruhiges Jahr ohne spektakuläre Einsätze für unsere Feuerwehrleute, aber mit vielen Terminen, mit organisatorischer und planerischer Arbeit für das Dorf Sachrang und die Gemeinde Aschau, mit der Fahrzeugbeschaffung und dem Ausbau der Infrastruktur sowie mit einem Riesenprogramm an Übungen.“

Zu 15 – im Vorjahr waren es neun – Einsätzen rückte die Feuerwehr aus, mehrfach kamen die Feuerwehrleute als Ersthelfer bei Verkehrsunfällen zum Einsatz. Dazu kamen Technische Hilfeleistungen und Ordnungsdienste. An 20 Übungsabenden hielten sich die 36 aktiven Feuerwehrleute fit, mehrfach trainierten die zehn Atemschutzgeräteträger in Prien. Bei Gemeinschaftsübungen mit den Nachbarswehren von Aschau und vom Niederndorferberg wurde das Können der aktiven Feuerwehrleute in den Gemeindebereichen erprobt. Besonders die Waldbrand-Großübung mit Hubschraubereinsatz im Gemeindebereich Niederndorferberg, zusammen mit den Nachbarswehren von Aschau und Niederndorferberg, mit der Bergwacht und mit der Polizei habe ganz besondere Anforderungen an alle Beteiligten gestellt. 132 Stunden erbrachten die Männer im Einsatz, dazu kamen noch rund 603 Übungsstunden.

603 Stunden

geübt

Die Feuerwehr Sachrang hat aktuell 87 Mitglieder, davon sind 36 aktive Feuerwehrleute. Zehn Mann erfüllen alle Anforderungen als Atemschutzgeräteträger und sind ständig im Einsatz, vier weitere sind in der Ausbildung. Die Sachranger Wehr verfügt über elf Fahrer und acht Maschinisten, neun Aktive haben ihre Ausbildung zum Gruppenführer abgeschlossen und können als Führungspersonal zum Einsatz kommen.

Stefan Singhartinger bedankte sich vor allem für die hohe Bereitschaft an den Übungen teilzunehmen: 80 Prozent der Aktiven nahmen ständig teil. Durch die besondere Lage von Sachrang ist die Feuerwehr bei Unfällen meist als erste, noch vor den Rettungsdiensten, an der Unfallstelle. So war es bei dem Motorradunfall bei Huben und dem umgekippten Pkw bei Innerwald. Eine zusätzliche Ausbildung in Erster Hilfe sei für alle Aktiven unverzichtbar.

Am Abend und an den Wochenenden gebe es keine Probleme, ausreichend Einsatzkräfte für die Fahrzeugbesatzung zu finden. Singhartinger bat – soweit möglich – auch tagsüber bei den Einsätzen mitzufahren. Er wies darauf hin, dass die Feuerwehr mittlerweile zu den kuriosesten Einsätzen gerufen werde: Das reiche von der Katze auf dem Baum, die von einer Krähe attackiert werde, bis zur verletzten Ente, die nicht mehr unter der Hausbank herauskomme.

Zweiter Bürgermeister Max Pfaffinger dankte den Aktiven für ihre Einsatzbereitschaft. „Die Feuerwehr und ihre Arbeit zum Wohle der Gemeinschaft ist grenzenlos. Die Anwesenheit der Feuerwehrkameraden Tobi Brinkmann, Marco Weiser und Thomas Pertl aus Aschau sowie Franz Bliem und Florian Kalt vom Niederndorferberg zeigt uns allen, dass die Bekämpfung von Feuer und Gefahren heute weder durch ehemalige Gemeinde- oder Staatsgrenzen behindert wird.“

An den eigenen Schutz denken

Ausdrücklich bedankte er sich für die Teilnahme an den Übungen. Als Mitglied der Bergwacht zog er Parallelen zu seiner eigenen Organisation, wenn es für die Mannschaft um die Meisterung der Herausforderung beim Umgang mit neuem Material und neuer Technik geht. Der Bürgermeister betonte die Gefahren für die Einsatzkräfte, sei es als Atemschutzträger im Brandeinsatz oder mit schwerem Gerät bei der technischen Hilfeleistung. Er mahnte die Feuerwehrleute stets an den eigenen Schutz zu denken. „Der Selbstschutz geht immer vor!“reh

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