Leserbrief

Pfadfinder als positives Beispiel

von Redaktion

Zum Artikel „Wir sind doch schließlich keine Pfadfinder“, erschienen im Lokalteil:

Wenn Herr Josef Entfellner ein Disziplin und Ordnungsproblem in seiner Gebirgsschützenkompanie hat, ist dies sehr bedauerlich. Wenn er es für notwendig und zielführend hält, seine Mitglieder dafür öffentlich abzuwatschen, ist das in meinen Augen eine Frage des Stils, der übrigens in Pfadfinderkreisen so nicht gepflegt wird – aber es soll mir Recht sein.

Wenn allerdings Herr Entfellner die Pfadfinder als Negativbeispiel für die angeprangerten Unzulänglichkeiten seiner Kompaniemitglieder benutzt, ist dies eine nicht akzeptable Respektlosigkeit vor den vielen Gruppen einer internationalen Jugendbewegung mit über 20 Millionen Mitgliedern, die gerade für ihre Wertevermittlung, und da sind explizit auch ordentliches Auftreten und Disziplin ein wesentlicher Punkt, anerkannt ist.

Mit seiner Äußerung verunglimpft Herr Entfellner, der offensichtlich nicht weiß, wie Pfadfinder ihre Halstücher tragen, die Pfadfinderbewegung pauschal. Wenn einige der Kompaniemitglieder auftreten, wie berichtet, dann könnten sich die Männer von mancher Pfadfindergruppe eine Scheibe abschneiden.

Nebenbei sei bemerkt, dass ich es nicht nachvollziehen kann, wie eine Lokalredaktion solch eine Aussage gezielt zur Titelzeile kann und damit der Taktlosigkeit eines Vereinsvorstandes gegenüber einer anderen Organisation eine öffentliche Plattform gibt.

Peter Pfaffinger

Aschau

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