Eggstätt – Auf Anfrage der Eggstätter Gemeinderatsmitglieder wurde der Antrag des Bauhofs für einen Lader vom nicht-öffentlichen in den öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung verlegt. Wenngleich Bürgermeister Hans Schartner diesen Antrag wegen der hierfür notwendigen Summen im nicht-öffentlichen Teil behandeln wollte, wurde er überstimmt und Sebastian Weber, Leiter des örtlichen Bauhofs, bekam das Wort erteilt.
Weber erklärte, dass ein Lader für den Bauhof „eigentlich ein Muss“ sei – zur Arbeitserleichterung, wie er betonte, und auch als Ergänzung zum schon vorhandenen Bulldog. Ein Lader stehe schon seit einigen Jahren auf der Prioritätenliste des Bauhofs. Sei es beim Winterdienst, also für das Be- und Entladen des Streufahrzeugs mit Salz, beim Straßenbau oder bei der Holzwirtschaft – der Lader leiste das ganze Jahr über gute Dienste.
Mehr Sicherheit für
die Mitarbeiter
Zudem habe er einen geringeren Wenderadius, sei einfacher zu handhaben und biete schon allein durch seinen Aufbau Sicherheit für den „Bediener“ des Fahrzeugs als ein Bulldog, so der Bauhofleiter weiter. Ein Lader habe eine Spurbreite von 1,7 Metern, ein Bulldog hingegen beanspruche zwei Meter.
Schartner fand, dass es „unumstritten“ sei, dass ein Lader gute Dienste leiste. Er gab aber zu bedenken, dass der Lader auch unterzustellen und instandzuhalten sei, was auch wiederum Kosten verursache. Ein Lader werde seiner Ansicht nach nicht das ganze Jahr benötigt.
Auf Nachfrage Stephan Fronhöfers erklärte Eggstätts Geschäftsleiter Hans-Joachim Kaiser, dass man den Winter über einen Lader ausgeliehen habe, den man aber gemäß Leihvertrag-Bedingungen hauptsächlich zum Salzladen verwendet habe. Alles in allem habe man den Lader gut 50 bis 55 Stunden eingesetzt. Hans Plank begrüßte die Testphase über den Winter und betonte die Sicherheitsvorteile eines Laders gegenüber einem Bulldog. Er schlug vor, einen Lader zu kaufen, sofern es die Haushaltslage hergebe, oder ein solches Fahrzeug zu leasen oder zu mieten.
Michael Wierer sprach sich zwar dagegen aus, den Bauhof auch zu Waldarbeiten heranzuziehen, schloss sich aber dem Antrag Planks an, Angebote für Kauf, Miete und Leasing für einen Lader einzuholen. Ein weiterer Vorschlag aus den Reihen des Gremiums lautete, auch Angebote für einen gebrauchten Lader einzuholen. Was für Schartner eigentlich nicht in Frage kommt: „Lieber neu als gebraucht.“
Dem Beschlussvorschlag der Verwaltung, Kauf-, Leasing- und Miet-Angebote für einen Lader einzuholen, stimmten die Gemeinderatsmitglieder einstimmig zu. elk