Grund- und Mittelschule Hohenau

Bürgermeister Nowak wehrt sich

von Redaktion

Brandschutzkonzept vor Abschluss

Neubeuern – Die Marktgemeinde Neubeuern bedauert die vom Landratsamt Rosenheim am 23. April angeordnete Nutzungsuntersagung der Grund- und Mittelschule Hohenau, heißt es in einer Erklärung aus dem Rathaus.

„Für die Lehrer bedeutet diese Maßnahme zum Schutz von Gesundheit und Leben Anwesenheitspflicht, für die rund 275 Schüler, welche zu Hause betreut werden können, schulfrei. Für die Schüler, die kurz vor ihrem Quali stehen, werden zum Ausgleich des fehlenden Unterrichts ab nächster Woche zusätzliche Kurse angeboten“, bestätigt Rektor Günther Kessler.

Zwölf Schulräume seien vorerst gesperrt, zwei Klassenzimmer und drei Fachräume stünden zur Nutzung noch bereit.

Die Verwaltung der Marktgemeinde arbeite nach eigener Aussage mit Hochdruck daran, dass der Schulbetrieb am Montag wieder aufgenommen werden könne. „Ein Gerüstbauer wurde bereits zur externen Installation von Fluchtwegen beauftragt und wird voraussichtlich am Montag seine Arbeiten abgeschlossen haben“, heißt es aus dem Rathaus.

Ins Rollen brachte Bürgermeister Hans Nowak die Brandschutzuntersuchung durch die vorsorgliche Sperrung des Werkraumes im Keller des Gebäudes. „Der Werkraum kann nicht über Flucht- und Rettungswege verlassen werden. Anstelle von Fenstern befinden sich unbegehbare Lichtluken im Raum. Hier erschien mir die Gefahr von Verletzungen bei Ausbruch eines Feuers sehr groß“, so der Rathauschef.

Seine Initiative habe er dem Landratsamt mitgeteilt, das dann sofort eine Begehung der Bauaufsicht einleitete und die Nutzung der gefährdeten Klassenzimmer untersagte.

Vehement wehrt sich Bürgermeister Hans Nowak gegen die Pressemitteilung aus dem Landratsamt Rosenheim, wonach die Gemeinde seit dem Feuerbeschau-Protokoll eines Sachverständigen vom 22. Oktober 2015 untätig gewesen sei. Der erstellte Mängelbericht entbehrte die brandschutzrechtliche Beurteilung „Gefahr für Gesundheit und Leben“, sodass eine Anzeige beim Landratsamt nicht erforderlich war und die Maßnahmen direkt vor Ort eingeleitet werden konnten. Bereits seit 2015 wurden Maßnahmen wie Fluchtwegeausleuchtung und Sicherheitsunterweisungen umgesetzt und Brandlasten entfernt. Mit einem Architekturbüro werde seit 2016 ein Brandschutzkonzept erarbeitet, das nun noch auf die Elektroplanungen abgestimmt werden müsse. In Kürze werde das Gesamtkonzept dem Rat vorgestellt und nach Freigabe umgesetzt.rep

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