Aus dem Gemeinderat Riedering

„Ja“ zum Landschaftspflegeverband

von Redaktion

Einstimmige Entscheidung für den Beitritt

Riedering – Es solle keine Konkurrenz zum örtlichen Maschinenring entstehen, hatte der Gemeinderat Riedering im Januar 2017 betont, als es um das Thema landkreisweiter Landschaftspflegeverband ging. Damals kam das Gremium zu dem Ergebnis, dass es grundsätzlich denkbar sei, dem Landschaftspflegeverband beizutreten. Zudem sei die Kostenfrage einer solchen Mitgliedschaft zu klären. Zweite Bürgermeisterin Marianne Loferer, die jetzt die jüngste Gemeinderatssitzung leitete, erklärte nun, dass sich der Landschaftspflegeverband am 7. November vergangenen Jahres gegründet habe. Etwa zwei Drittel aller 46 Gemeinden des Landkreises Rosenheim seien mittlerweile Mitglieder. Zweck sei in erster Linie neben der Erhaltung der Kulturlandschaft in ihrer standorttypischen Ausprägung vor allem auch die Information, Beratung und Unterstützung in allen Fragen des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Die Unterstützung beinhalte beispielsweise bei der Planung und deren Umsetzung von Ausgleichsflächen, der Erstellung eines gemeindlichen Ökokontos und bei der Organisation von Pflegemaßnahmen in Schutzgebieten.

Auch bei Förderangelegenheiten helfe der Verband, wie es in einem Schreiben der Unteren Naturschutzbehörde auf Nachfragen der Riederinger Gemeindeverwaltung geheißen habe.

In dem Schreiben, so Loferer weiter, werde auch ausdrücklich nochmals hervorgehoben, dass eine enge Zusammenarbeit mit dem Maschinenring beabsichtigt werde. Letzterer wäre in aller Regel der Auftragnehmer bei der Durchführung von Einzelmaßnahmen. „Der Verband ist entsprechend seiner Satzung selbstlos tätig und darf keine eigenwirtschaftlichen Ziele verfolgen. Daher tritt er auch nicht in Konkurrenz zu Einrichtungen, wie beispielsweise dem Maschinenring.“

Mitglieder könnten Einzelpersonen, private Verbände, Kommunen, die kreisfreie Stadt Rosenheim sowie der Landkreis Rosenheim werden. Für Gemeinden beträgt der Jahresbeitrag 0,20 Euro je Einwohner. Dies wäre derzeit bei 5900 Personen rund 1180 Euro. Einige Gemeinderäte hakten bei den erwähnten Vorteilen nach, während andere das Ökokonto und die fachmännische Unterstützung als positiv bewerteten. Ein Beitritt heiße ja nicht, so Marianne Loferer, dass man nicht die Möglichkeit habe, wieder auszutreten. Nach einer zweijährigen „Test“-Phase könne man ja den Bestand analysieren und einen Neu-Entscheid treffen. Die Gemeinderäte votierten einstimmig für eine Mitgliedschaft im neu gegründeten Landschaftspflegeverband Rosenheim e.V.elk

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