Strawanz macht halt auf Gut Eulenau

Weibamarkt: Rückkehr in die Heimat

von Redaktion

Nächster Halt: Gut Eulenau in Bad Feilnbach. Der Weibamarkt kommt damit zurück in die Heimat. Seit 2016 ist die über die Landkreisgrenzen beliebte Veranstaltung „auf der Strawanz“. Denn die Ausrichtung am Ursprungsort, Gasthof Pfeiffen-thaler, ist – wie berichtet – nicht mehr möglich. Dreimal fand der Markt in Bad Aibling statt.

Bad Feilnbach – „Neuer Veranstaltungsort, bewährtes Konzept“ – lautet die Devise des Weibamarkts am kommenden Wochenende. Organisatorin Agnes Pfeiffenthaler steht schon in den Startlöchern. Die Aufbauarbeiten am Gutshof und vor allem im blühenden Innenhofgarten laufen auf Hochtouren. Ab Freitag, 27. April, 11 Uhr öffnen sich die Pforten für die Traditionsveranstaltung. Zum 30. Mal findet diese bereits statt. Seit 2003 begeistert der Weibamarkt die Besucher im Frühjahr und Herbst unter dem Motto „Kunsthandwerk trifft Handwerkskunst, Filz kombiniert sich mit Strick und Seide“.

Wie berichtet, befindet sich die Veranstaltung seit 2016 „auf Reisen“. Denn: Zu groß waren die Schäden im und um das Gasthaus Pfeiffenthaler, das aufgrund des Besucheransturms aus den Nähten zu Platzen drohte. „Die Menschenmassen haben Boden und Mauerwerk extrem abgenutzt“, so Agnes Pfeiffenthaler gegenüber unserer Zeitung damals. Sie, das Alchemilla- und Pfeiffenthaler-Team sowie die Marktweiba gingen daraufhin auf Standortsuche.

Da keine neue dauerhafte Bleibe für den Markt in Bad Feilnbach gefunden werden konnte, hatte die Organisatorin eine Idee: „Der Weibamarkt geht auf Strawanz“, hatte sie verkündet. Dreimal machte dieser nun Halt in und um die Ausstellungshalle in Bad Aibling.

Jetzt, zum Jubiläumsmarkt, kommt die Veranstaltung zurück in die Heimat. Mit dem Gut Eulenau, das die Gemeinde gekauft hat (Bericht folgt), war wieder ein Standort mit besonderem Flair gefunden worden. „Ich habe mich bei den ersten Begehungen bereits in das Ambiente verliebt“, gesteht Agnes Pfeiffenthaler gegenüber unserer Zeitung. Besonders die blühenden Obstbäume würden aktuell eine ganz besondere Stimmung verbreiten. „Wir werden Sitzmöglichkeiten unter den Bäumen aufbauen, damit die Besucher dieses Flair auch genießen können. Eine besondere Bank ist dabei beispielsweise aus alten Fensterläden (Lehne und Sitzfläche)gefertigt.

Zahlreiche Absprachen mit dem Landratsamt Rosenheim, Ordnungsämtern, der Gemeinde und Co. waren notwendig, um die Durchführung zu ermöglichen. Denn: Das Gut liegt an der Staatsstraße. Deshalb werden vier Ordner für den Parkplatz (Wiese) benötigt. Nutzungsgebühr: vier Euro. Auch das THW ist vor Ort. Um ein möglichst geringes Aufkommen an Fahrzeugen zu haben wurde ein Shuttlebus von Bad Feilnbach (Pfeiffenthaler) über die Eulenau gen Kurstadt und zurück eingerichtet. Kosten pro Person: zwei Euro für Hin- und Rückfahrt. Der Pendlerbus fährt mehrfach am Freitag von 11.45 Uhr (erste Tour Abfahrt) bis 18.20 Uhr (letzte Tour Ankunft Pfeiffenthaler) sowie analog dazu am Samstag und Sonntag: jeweils um 9.45 Uhr und 19.20 Uhr.

Ausgewählte Standbetreiber hat Agnes Pfeiffenthaler wieder vor Ort. 60 Bewerbern musste sie absagen, zum Teil auch, weil sie nicht ins Konzept des Marktes passen.

Das Angebot des Weiba-markts ist an den 120 Ständen wieder vielfältig und reicht beispielsweise von Glaskunst, Schmuck aus Naturmaterial, Hüten und Kappen, Kräutersalzen, Gewürzen, Bauernbrot, Butter, Käse, Likören, Schnaps und Marmeladen über Bücher, Geschirr, Edelsteine für den Wasserkrug bis hin zu Wein und Speck aus Südtirol und weiterer Handwerkskunst.

Umrahmt werden die Markttage mit einem besonderen Programm samt Musik, Lesungen und Vorträgen (ab 11.30 Uhr und über den ganzen Tag verteilt im Vortragszelt auf der Festwiese). Die Referate und Kurse befassen sich unter anderem mit der Kraft der Kräuter, Gebeten, dem Räuchern, Trommeln für Anfänger, den Walpurgis-Feuern, der Magie der Klänge und dem Bauchtanz. Der erste Markttag ist am Freitag, 27. April, von 11 bis 19 Uhr. Am Samstag, 28. April, ist das Areal von 10 bis 19 Uhr und am Sonntag, 29. April, von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Für das leibliche Wohl ist mit Schmankerln gesorgt.

Wo die weitere Reise für den Weibamarkt nach diesem Wochenende hingeht, ist bis dato noch unklar. „Wir wissen nicht, was aus dem Gut wird. Der künftige Standort für die Veranstaltung ist deshalb noch ungewiss“, so die Organisatorin. Denn: Eigentlich bräuchte sie auch einen überdachten Bereich. „Wir sind weiter auf der Suche, wollen, aber gern in der Feilnbacher Gegend bleiben. Die Zusammenarbeit mit Bauhof, der Kur- und Gästeinformation mit Ute Preibisch an der Spitze sowie den beiden Bürgermeistern war sehr gut und hilfreich“, betonte Agnes Pfeiffenthaler.

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