touristisches Jahresmotto 2018: „Da Woid“

Wurzeln schlagen und Neues entdecken

von Redaktion

Das neue Jahresmotto für Aschau lautet „Da Woid“ – ein Ort, mit dem man sich ganz wunderbar tief verwurzeln kann, so der Leiter der Tourist-Info, Herbert Reiter. Gestern fand der Auftakt für ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm zu diesem Thema statt – unter der Linde am Aschauer Schulhaus.

Aschau/Sachrang – „Jeder vierte Mann in Deutschland wäre gerne Förster, nahezu alle Frauen fänden dies gut“, zitierte Bürgermeister Peter Solnar eine aktuelle Umfrage und traf damit auch bei den Gästen ins Schwarze.

„Wenn deine Seele krank ist, dann geh in die Wälder und verbirg Dich. Sie werden dich heilen. Ich erhoffe mir von unserem Jahresmotto ,Da Woid‘ und den vielen Veranstaltungen, dass der Wald nicht nur als grüne Menschenfreude, sondern als ein Ort erkannt und gespürt wird, an dem das uns verlorengegangene Naturmaß bewahrt wird“. Am internationalen Tag des Baumes eröffnete der Chef der Aschauer Tourist-Info, Herbert Reiter, den Reigen vieler folgender Aschauer und Sachranger Veranstaltungen zum „Woid“.

In einer reich bebilderten Broschüre hat die Tourist-Info Wissenswertes zu den Wäldern im Priental und ihrer vielfältigen Nutzung zusammengestellt. Der Bogen spannt sich von der Verwendung des Holzes in der alten Eisenindustrie bis zum Tourismus unserer Tage, von der grünen Magie der Natur über die Verwendung der Heilpflanzen bis zur Verwertung als Speisengrundlage. Beiträge liefern auch Pfarrer Janßen mit einer Reihe „Fest wie ein Baum is mein Glaube“ und die Aschauer Jäger mit einem Gang zur Hofalm. Was immer mit Feld, Wald und Flur zusammengebracht werden kann, in der Broschüre ist es als Angebot zu finden. 65 Sonderveranstaltungen bringen Einheimischen und Besuchern in Aschau das ganze Jahr über die Vielfalt von Woid und Holz näher.

Die Kinder des Sachranger Kindergartens „St. Michael“ mit ihren Erzieherinnen sind viel in Wald und Flur unterwegs. Mit zwei Liedern „Wir gehen in den Wald“ und „Stark wie ein Baum“ trugen sie zum Eröffnungsprogramm bei. Die musikalische Umrahmung übernahmen die Aschauer Alphornbläser – mit Holzblasinstrumenten.

Der Sachranger Holzbildhauer Roland Füssel präsentierte seine speziell für dieses Jahr geschaffene Holzplastik „Der Wald“. Auf einer Menschenhand wachsen allerlei Bäume und streben auf dieser Grundlage dem Licht und der Schöpfung entgegen.

Ebenfalls eröffnet wurde der Themenweg „Die Waldapotheke“. Auf Anregung der Aschauer Heilpraktikerin Dorothea Schwierskott wurde der Wanderweg Nummer zwei in Sachrang zum Baumlehrpfad erweitert. Sie wälzte ihre Bücher, suchte nach den Wirkungen der Bäume auf die menschliche Gesundheit und entwarf ein Konzept für erklärende Schilder, auf denen die 30 Bäume beschrieben werden – jeweils mit einem Steckbrief ihrer besonderen Kennzeichen und ihrer Verwendung in der Heilkunst.

Am Dorfanger klaffte noch eine Lücke zwischen zwei Bäumen. Dort schritten Dorothea Schwierskott, Roland Füssel, Peter Solnar und Herbert Reiter zur Tat und pflanzten zum Abschluss der Veranstaltung eine Bergulme als Erinnerung.

Eigentlich sei die Edelkastanie Baum des Jahres 2018, aber sie hier in Sachrang zu pflanzen und durchzubringen, sei schier unmöglich. „Nehmen wir also diesen heimischen Baum, der in der Sammlung der 30 auf dem Baumlehrpfad bisher fehlte und sehr alt werden kann“, stellte Solnar fest.

Artikel 1 von 11