Bad Endorf/Schonstett – Gemütlich und zünftig ging es zu beim Aushandeln des Endorfer Maibaumes. Zur Vorgeschichte: Der von Alfred Loy und Georg Loy gestiftete Baum wurde am 9. Januar umgelegt, war aber schon einen Tag später nicht mehr im Wald auffindbar. Wie sich herausstellte, hatte die Schonstetter Dorfgemeinschaft das Stück entwendet.
Daher fanden sich vor Kurzem gut 20 Endorfer Trachtler in Schonstett bei der Jahreshauptversammlung ein, wo sie sich inmitten der zahlreichen bereits anwesenden Schonstetter zunächst des Vereins „Oachebean Helperting“ widmeten. Auf Nachfrage des Versammlungsleiters Peter Rottmoser gaben die Endorfer zu verstehen, dass ihnen etwas abhandengekommen, das sie am 1. Mai dringend wieder in Endorf bräuchten – den Maibaum.
Die anschließenden Verhandlungen wurden hart aber dennoch fair geführt – von ausführlichen internen Besprechungen unterbrochen und durch eine Zwei-Mann-Musi musikalisch aufgelockert. Nach zähem Ringen – in vorderster Front die Verhandlungsführer Sepp Dickl junior auf Endorfer Seite und Simon Osterloher auf Schonstetter Seite – gelang schließlich eine für alle Seiten zufriedenstellende Einigung. Das „Lösegeld“ an die Schonstetter wird in Naturalien in Form vom Bier samt Brotzeit sowie Verpflegung beim Maibaumaufstellen gezahlt. Nicht vergessen wurden dabei die beiden Pferde, die den Baum am Dienstag, 1. Mai, vom Wiebel-Park zum Kirchplatz ziehen werden. Für sie wurde Biohafer vom Zweiten Vorsitzenden Sepp Forstner senior ausgehandelt.
Der Baum wird derzeit von den Schonstetter Dieben in Zusammenarbeit mit dem Endorfer Ehrenvorsitzenden Erwin Freese senior sowie mit dem Maibaum-Verantwortlichen Sepp Hackl junior auf seinen großen Auftritt vorbereitet. Am kommenden Dienstag wird der Maibaum dann ab 12 Uhr am Kirchplatz in Bad Endorf aufgestellt. Begleitet wird der Kraftakt, der in Endorf wegen der Nähe zur Straße per Autokran erfolgt, von der Endorfer Musikkapelle und Auftritten der Kinder- und Jugendgruppe des Trachtenvereins. re