Gutachten zum Naturerlebnisweiher

Steg fällt ins Wasser

von Redaktion

Hiobsbotschaft zum Start in die Badesaison: Aus haftungsrechtlichen Gründen muss die Gemeinde Halfing das Floß im beliebten Naturerlebnisweiher entfernen. Auch der angedachte Steg ist hinfällig.

Halfing – Wenn die Sonne vom Himmel brennt und sich die Temperaturen im sommerlichen Bereich bewegen, dann zieht es viele Halfinger oder Bürger aus den Nachbargemeinden an den Naturerlebnisweiher im Norden der Gemeinde. Kein Wunder – hat die Kommune dort unter anderem mit Bolz- und Beachvolleyballplatz und einem Badefloß im Weiher ein kleines Naherholungsgebiet verwirklicht, dass viele Bürger über die Gemeindegrenze hinaus zu Schätzen wissen.

Doch die Idee, den Erlebnisweiher – beispielsweise durch einen Steg – weiter aufzuwerten, muss sich die Gemeinde aus dem Kopf schlagen. Denn im Zuge der Überlegungen hatte sich die Kommune zunächst an den Bayerischen Gemeindetag gewandt, um die haftungs- und versicherungsrechtlichen Vorgaben zu klären. Dieser wiederum verwies die Kommune an die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen, die den Erlebnisweiher daraufhin unter die Lupe nahm und ein Gutachten erstellte, das jetzt im Gemeinderat vorgestellt worden ist.

Mit einem Ergebnis, das im Gremium für Enttäuschung sorgte. Denn sowohl das bereits vorhandene Floß wie auch der angedachte Steg würden dem Refugium den Status eines Naturbades verleihen – mit extremen Anforderungen an die Sicherheit. „So müssten wir beispielsweise für eine ständige Badeaufsicht sorgen“, erklärte Regina Braun, die als Zweite Bürgermeisterin derzeit den im Krankenstand befindlichen Bürgermeister Peter Böck vertritt, auf Anfrage unserer Zeitung.

„Das ist Schade und wird vielleicht auch für Unmut innerhalb der Bevölkerung sorgen“, so Braun, „aber wir müssen uns an die Vorgaben halten.“ Somit wird der Erlebnisnaturweiher in Zukunft nur den Status einer Badestelle innehaben. Dennoch will die Gemeinde Halfing laut Braun an einer weiteren Aufwertung des Areals festhalten. Braun: „So könnte dort irgendwann beispielsweise ein Kiosk einen Platz finden.“

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