Nußdorf – Ein Gartenjahr lang wird die Kindergruppe des Nußdorfer Obst- und Gartenbauvereins fachkundig begleitet. Dabei lernen sie, worauf es in Theorie und Praxis ankommt. Auf dem Programm steht heuer die Streuobstwiese.
Nachdem sie bereits im Februar erfolgreich den Winterschnitt an den Apfelbäumen durchgeführt hatten, bangten sie im April darum, dass der Winter nicht noch einmal seine kalten Gesellen aussendet. Denn die könnten die wunderschöne Blütenpracht zunichtemachen. Die Tage werden länger und wärmer. Für die Bienen das Zeichen, dass es nun losgehen soll, sich mit frischem Futter zu versorgen. So kümmerte sich die Kindergruppe um die kleinen Helfer des Gartens: die Bienen.
Unter Anleitung von Imker Franz Schweinsteiger stellte die Gruppe kürzlich Bienenstöcke an der Streuobstwiese auf, damit es überall brummen und summen kann. „Eine schöne Musik für Obstbaumbesitzer, die die Bestäubungsleistung der kleinen Helfer zu schätzen wissen, schließlich wollen sie im Herbst in einen köstlichen Apfel beißen oder kühlen Apfelsaft genießen“, sagt Maria Liegl vom Nußdorfer Obst- und Gartenbauverein.
So das Wetter stimmt, gibt es vielleicht auch hier schon bald den ersten und sehr beliebten Honig: den Obstblütenhonig.
Viele Kinder haben Angst vor Bienen und vor einem schmerzhaften Stich. Hier gilt es, sich richtig und respektvoll vor den kleinen Helfern im Garten zu verhalten. Tipps und Tricks dazu kamen denn gleich von Fachmann.
Schon bald konnten die Kinder dem Imker geschickt ein wenig zur Hand gehen. Vielleicht wird ja eines Tages einer von ihnen auch einmal ein Imker. „Trotz der warmen Tage gehört die ganze Aufmerksamkeit des Gärtners auch weiterhin dem Thermometer, denn die Eisheiligen stehen noch aus, die Frost mit sich bringen können“, so Liegl. Größter Feind der Bienen seien aber Pestizide, zu denen auch die Neonicotinoide gehören, da diese Wirkstoffe Bienen lähmen und sogar töten könnten. Diese seien aber nun in der EU verboten.stv