Rosenheim/Chiemsee – Der Alltag tritt ein, die bewusste Zeit zu zweit ist oft zu kurz, der ein oder andere Schmetterling verfliegt – so geht es vielen Ehepaaren. Um ein Erinnern an das Jawort und bewusste Zeit zu zweit geht es Dekan Daniel Reichel, Pfarrer Andreas Przybylski und Gemeindereferent Werner Hofmann, die den Ehesegnungsgottesdienst am Samstag, 12. Mai, auf der Insel Frauenchiemsee organisieren.
Der Gottesdienst ist eine Eucharistiefeier mit einer besonderen Predigt. Höhepunkt ist der Segen für alle Ehepaare zum Ende der Messe. „Jedes Paar, das Gottes Segen möchte, ist willkommen. Es muss kein bestimmtes Jubiläum wie die goldene Hochzeit sein“, so Pfarrer Przybylski, Leiter des Pfarrverbands heilige Irmengard. Der Gottesdienst diene auch als eine Vergewisserung und Bestärkung, dass der Partner noch immer hinter einem steht. Kosten entstehen den Teilnehmern freilich keine: „Der Segen Gottes ist immer gratis.“ Auch eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Ehesegnungsgottesdienste gibt es schon länger. Ihren Ursprung haben sie in den 90er-Jahren. Damals waren es Valentinsgottesdienste für Paare, die sich verschiedene Pfarreien für den Valentinstag ausgesucht haben. Um den Gläubigen mehr terminliche Flexibilität zu ermöglichen, entstanden dann die Ehesegnungsgottesdienste, die nicht an einen bestimmten Termin gebunden sind.
Kirchenwahl
mit Hintergrund
Dekan Reichel erzählt, dass es in der Stadt Rosenheim schon seit mehreren Jahren Ehesegnungsgottesdienste gibt. Sie finden immer im Herbst statt. „Ich habe hier viele positive Erfahrungen gemacht.“ Die Kirche auf der Fraueninsel sei bewusst gewählt, so Reichel weiter. Zum einen, weil der Chiemsee das Herz des Dekanats Chiemsee darstelle. Zum anderen, weil die Kirche „Mariä Opferung“ eine klassische Hochzeitskirche sei. Von vergangenen Gottesdiensten erzählt Pfarrer Przybylski. Man bekomme viele Geschichten und Anekdoten der Ehepaare mit: „Ein Paar hat nach 50 Jahren Ehe mit strahlenden Augen erzählt, dass sie sofort wieder heiraten würden.“ Auch für andere Paare seien derartige Geschichten bestärkend und würden den Zusammenhalt festigen.
Der Gottesdienst, der musikalisch vom Landinger-Ensemble begleitet wird, beginnt am Samstag, 12. Mai, um 18 Uhr in der Kuratiekirche „Mariä Opferung“. Anschließend sind alle Teilnehmer zu einem kleinen Sektempfang eingeladen.