Rohrdorf – Die räumliche Situation ist ein Dauerbrenner für die Montessorischule in Rohrdorf; zumal die Einrichtung weiter wachsen will. Die FOS und die M10-Klasse, die seit zwei Jahren in der Grundschule im Turner Hölzl untergebracht sind, bleiben dort für weitere zwei Jahre. Und die Suche nach Alternativen gestaltet sich schwierig, wie Wolfram Inngauer, einer der beiden Geschäftsführer, erklärt.
Insgesamt 354 Kinder und Jugendliche besuchen derzeit die Montessorischule. Nach Stationen in Rosenheim und Kolbermoor hatte sich die staatlich genehmigte Privatschule, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert, 1996 mit 85 Kindern im Werkhof in Rohrdorf angesiedelt – und ist seither stetig gewachsen. Das Einzugsgebiet erstreckt sich auf den Landkreis Rosenheim sowie auf grenznahe Gemeinden in Österreich. Die meisten Schüler kommen aus Rosenheim (61), Stephanskirchen (31) sowie aus Kolbermoor und Neubeuern (jeweils 21). Bemerkenswert sei zudem der Anstieg der Schüler aus Rohrdorf von fünf auf aktuell 25 im Laufe der vergangenen sechs Jahre. Diesen Zuwachs erklärt sich Inngauer mit dem Zuzug neuer Familien, „für die reformpädagogische Schulen ein übliches Bildungsangebot darstellen.“
Aus dem Werkhof ist die Montessorischule freilich längst herausgewachsen; mittlerweile gehören auch die beiden alten Schulgebäude hinterm Rathaus sowie die frühere Poststelle zum „Campus“. Die Pavillons an der Achentalstraße indes wurden nach der umfassenden Sanierung des jüngeren der beiden alten Schulhäuser außer Betrieb genommen; die ursprünglich ins Auge gefasste Aufstockung des Gebäudes wurde allerdings wieder verworfen (wir berichteten). Für die Nachmittagsbetreuung wurde zudem ein Haus nahe des Rathauses gemietet und in mehreren Hundert Stunden ehrenamtlicher Familienarbeit hergerichtet.
Im kommenden Schuljahr wird aufgrund der Nachfrage zudem eine weitere Grundschulklasse eröffnet; zwischen 370 und 380 Kinder besuchen dann nach Inngauers Schätzung die Montessorischule. Langfristig sei jedoch die 400er-Marke angepeilt. Und dafür sowie für den Ausbau des Projektbereichs „brauchen wir perspektivisch noch zwei bis drei Räume“.
M-Klasse und FOS der Montessorischule belegen im Turner Hölzl derzeit fünf Räume; und die Kooperation mit der dortigen Schulleitung verlaufe „sehr professionell“. Dennoch betrachtet er die Situation als provisorisch, da das Gebäude bei Eigenbedarf der gemeindlichen Grundschule vorbehalten sei. Gesucht wird deshalb ein weiteres Objekt, idealerweise in der Nähe des Ortskerns.
Überlegungen, die FOS nach Rosenheim zu verlagern, habe man wieder verworfen. „Dies würde unsere Schule sowohl räumlich als auch organisatorisch splitten.“ Zumal sich die Montessorischule in Rohrdorf gut aufgenommen und aufgehoben fühle.