Bernau – Eitel Sonnenschein herrschte auf dem Grundstück. Der Himmel war blau, die Sonne schien. Und die Vertreter der GmbH, die ihren Sitz noch in Stephanskirchen hat, waren bester Laune: Nach rund einem Jahr der Vorbereitung fiel nun mit dem symbolischen ersten Spatenstich der Startschuss für den Neubau in Bernau. Zu den Arbeitsgeräten griffen die drei Frauen, die die GmbH leiten – Geschäftsführerin Beate Albrecht und ihre beiden Töchter Irene und Sabine – sowie Andreas Hack und Nicole Haas von der mit dem Bau beauftragten Firma Goldbeck, wie auch Bürgermeister Philipp Bernhofer.
Der Rathauschef hieß die Firma in Bernau willkommen. Vor etwa einem Jahr habe sich ein erster Kontakt ergeben. Sehr schnell hätten beide Seiten – die Firma und die Gemeinde, die ihr dann zum Baurecht verhalf – zusammengefunden. Bürgermeister Bernhofer sagte, dass Geschäftsführerin Beate Albrecht tatkräftig vorangeschritten sei. Er habe mit ihr „sehr viele gute Gespräche“ geführt. Bernhofer berichtete, dass er die Firma in Stephanskirchen besucht habe. Und im Rahmen dieser Stippvisite habe er einen „sehr guten Eindruck“ bekommen.
Geschäftsführerin Albrecht freute sich, dass die Gemeinde die Firma unterstützt habe. Sie sei mit offenen Armen empfangen worden. Albrecht betonte, dass der Neubau in Bernau „für uns der Weg in die Zukunft ist“. Und Albrecht weiter: „Am jetzigen Standort können wir nicht weiter wachsen.“
Der Hersteller von medizintechnischen Produkten schafft einen Neubau auf einer Grundfläche von 1000 Quadratmetern. Drei Etagen sind geplant: neben dem Parterre ein erstes und ein zweites Obergeschoss. In dem Neubau richtet die GmbH nicht nur Büros ein, sondern auch Werkstätten – und damit wird dann alles unter einem Dach vereint sein. In Stephanskirchen ist die Firma über drei Standorte verteilt. Über die Höhe der Investitionen in Bernau macht die Firma keine Angaben.
Geschäftsführerin Albrecht sagte im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung, dass sie sich vor allem auch aus einem Grund für einen Neubau gerade in Bernau entschieden habe: Besonders günstig sei die Lage des Ortes. Gold wert sei die Anbindung an die Autobahn, denn so könne der Warenverkehr zur und von der Firma schneller erfolgen als er anderswo vonstatten gegangen wäre.
Mit der Baufirma sei vereinbart, so Albrecht weiter, dass der Neubau bis Ende Januar fertiggestellt sein soll. Und wenn er steht, dann werde unverzüglich der Umzug von Stephanskirchen nach Bernau erfolgen, erklärte der Unternehmer.