In wenigen Tagen könnte Söchtenau jubeln

Daumen drücken für den Staatspreis

von Redaktion

Hoher Besuch in Söchtenau: Die für die Vergabe des Staatspreises „Land- und Dorfentwicklung“ 2018 zuständige Kommission besuchte jetzt die Gemeinde und machte sich ein Bild über die dort umgesetzten Maßnahmen. Die Entscheidung, wer den Preis bekommen wird, soll in den nächsten Tagen verkündet werden.

Söchtenau – Die Gemeinde Söchtenau beantragte 1984 für die Ortsteile Söchtenau und Schwabering eine Dorferneuerung. Später wurde das Gebiet um Untershofen und Berg erweitert. Ministerialdirigent Maximilian Geierbos erläuterte nun die Kriterien für die Vergabe des Staatspreises, Fragen beantworteten die Kommissionsmitglieder.

Energetische Vorreiterrolle

Söchtenaus Bürgermeister Sebastian Forstner stellte der Kommission mit ihrem Leiter Ministerialdirigent Maximilian Geierbos, Werner Fischer vom Bayerischen Gemeindetag, Stadtplanerin und Architektin Brigitte Sesselmann, Landschaftsarchitekt Otto A. Bertram, Franz Stemmer vom Bayerischen Bauernverband und Organisator Franz Beimler seine Gemeinde vor. So seien große Anstrengungen unternommen worden, um die Strukturen zu verbessern und Söchtenau zu einer sehens- und lebenswerten Gemeinde zu machen. So sei die Kommune beispielsweise beim Thema erneuerbare Energien immer schon ein Vorreiter.

Peter Oster, Projektleiter des Amtes für ländliche Entwicklung, stellte fest, dass das gesamte Gemeindegebiet einschließlich Flurlagen in die Planungen einbezogen wurden. Acht neue Regenrückhaltebecken würden nicht nur die Hochwassergefahr minimieren, sondern trügen durch ihre Filterfunktion zudem zur Verbesserung der Wasserqualität bei. Die Söchtenauer Ache sei ökologisch ausgebaut, am Simssee ein behindertengerechter Badeplatz errichtet, zudem der Dorfmittelpunkt schön gestaltet worden.

Sebastian Griesser stellte die Aschauer Anlage den Gästen vor, Georg Liegl beschrieb das daneben angelegte Biotop. Eine Obstpresse wurde installiert, die das aus der umliegenden Gegend angelieferte Obst zu Saft presst. Insgesamt seien 18 Maßnahmen der Dorferneuerung umgesetzt worden – vom Ausbau von Straßen und Wegen über den Bau von zwei Vereinsstadln, neue Plätze für Sport und Spiel, ein Nahwärmenetz, eine Elektroladestruktur, moderne Ortsbeleuchtungen bis zu verschiedenen Eingrünungen.

Die Entscheidung um den Gewinn des Staatspreises 2018 – die Kommune hat sich in der Kategorie „Umfassende Leistungen“ beworben und steht mit drei anderen Regionen in Bayern in Konkurrenz – ist nach Angaben aus dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, das den Preis ausgelobt hat, bereits gefallen. Verkündet werden soll die Entscheidung, wer der Sieger ist, in den kommenden Tagen. Dann soll auch die Höhe des Preisgeldes feststehen. Insgesamt ist der Preis für drei Kategorien mit 40000 Euro dotiert.

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