Schechen – Wie das Areal gestaltet werden soll, hat Architekt Guido Schwarz aus München vorgestellt. Er erklärte, dass die Zufahrt von der Wiedener Straße aus erfolgt. Eine Stichstraße führt durch das Wohngebiet zu einer Wendemöglichkeit. Dort ist auch ein Dorfplatz geplant, der als Treffpunkt oder für Feste genutzt werden kann. Ein Kinderspielplatz ist ebenfalls vorgesehen. Möglicherweise hinter einem Wall als Lärmschutz wird es dort auch eine große Spielwiese geben. Zwei Ringstraßen erschließen den nördlichen und den südlichen Teil des Geländes. Im Süden führt ein Radweg von der Wiedener Straße zur südlichen Ringstraße.
Die Bebauung ist folgendermaßen geplant: An der Stichstraße sollen Gebäude mit Geschosswohnungen gebaut werden, im südlichen Bereich sind Reihenhäuser, im nördlichen Bereich Doppelhäuser und im westlichen Teil Einzelhäuser vorgesehen. Die höchsten Gebäude, die Geschosswohnungsbauten, sind mit einer Höhe von zwei Stockwerken plus Dachgeschoss angedacht. Die Festsetzungen betragen hier 8,25 Meter Gebäudehöhe. Die Höhen sollen sich zum Ortsrand hin abstufen. Dachaufbauten und Einschnitte sind nicht zugelassen.
Für den Geschosswohnungsbau hat der Architekt Tiefgaragen vorgesehen. Im nordöstlichen Bereich werden außerdem 21 Stellplätze untergebracht. Die Reihenhäuser sollen Sammelstellplätze und -garagen bekommen, bei den anderen Gebäuden sind Einzelgaragen und Parkplätze geplant.
Das Niederschlagswasser soll möglichst über die Grundstücke versickern. Wo das nicht möglich ist, können Rigolen und Sickergruben helfen. Auch ein Anschluss an den Regenwasserkanal ist möglich. Das, so Schwarz, sei mit dem Wasserwirtschaftsamt Rosenheim abgestimmt.
Lärmschutz eine Herausforderung
Eine Herausforderung ist der Lärmschutz. Im nordöstlichen Bereich liegt das Gebiet an der Straße und einem Handwerksbetrieb. Hier erklärte der Architekt, dass die Grundrisse der Gebäude so gestaltet werden, dass Schlaf- und Aufenthaltsräume nicht in dieser Richtung untergebracht sind. Sonst müsste man Fenster einplanen, die man nicht öffnen kann. Das allerdings müsse nicht unbedingt Festglas sein, sondern könne auch mit Schiebeläden oder Ähnlichem baulich gelöst werden.
„Es geht darum, uns nicht angreifbar zu machen“, erklärte Bürgermeister Hans Holzmeier die Festsetzungen. Man habe sich mit dem Thema intensiv auseinandergesetzt und wolle sich absichern, dass sich später niemand über Lärm beschwere. Außerdem werde man durch diese Vorgaben den Handwerksbetrieb in seinem Bestand schützen.
Josef Weber (CSU) hatte noch einen Einwand zu den Höhen der Einzelhäuser, dem schließlich stattgegeben wurde. Die zulässigen Höhen wurden von sechs Metern auf 6,40 Meter gesetzt, damit es möglich ist, einen Kaltspeicher zu bauen. Mit dieser Änderung hat der Gemeinderat den Bebauungsplanentwurf einstimmig beschlossen.