Mühlentag im Inntal

von Redaktion

Bundesweit öffneten anlässlich des „Deutschen Mühlentages“ am Pfingstmontag wieder etliche Mühlen ihre Pforten. Darunter auch einige im Inntal. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit für eine Wanderung oder für einen Ausflug mit dem Fahrrad, denn die Mühlen sind landschaftlich schön an Bachläufen gelegen. Die Wasserräder, die durch einen nahezu konstanten Wasserzufluss angetrieben werden, sorgen für ein monotones und gleichsam beruhigendes Hintergrundgeräusch: „klipp, klapp, klipp, klapp.“ Nicht nur Korn wurde in Mühlen verarbeitet, sondern hier wurden auch andere mechanische Werke angetrieben wie Pochwerke, Sägen oder Generatoren, so zum Beispiel in der Rohrdorfer Schwaigermühle. Ihre Geschichte beginnt um 1459. Die Säge kam irgendwann zwischen 1870 und 1880 hinzu. Die dritte Pionierleistung kam 1910 hinzu, als ein Wasserrad zur Stromerzeugung angeschafft wurde. Noch bevor die Isar-Amperwerke in Bayern ans Netz gingen, versorgte der Familienbetrieb Haimmerer die ortsansässigen Bauern mit Strom. Nicht weit davon entfernt konnte die „Wachingermühle“ (Bild rechts) in Winkl bei Neubeuern besichtigt werden. Sie wurde 1477 erstmals urkundlich erwähnt. Der Mahlbetrieb wurde allerdings 1980 eingestellt. Die Mühlsteine aus dem Inntal wurden einst auf Plätten über den Inn bis nach Böhmen transportiert. So konnten sich Interessierte auf die Spuren der Steinhauer (Bild links) in Neubeuern oder Brannenburg begeben. Wer höher hinaus wollte, schloss sich einer Gruppe an, die eine kleine Bergtour zum „grauen Stein“ oberhalb von Niederaudorf unternahm. Hier liegt recht versteckt im Wald ein Granitfindling aus der letzten Eiszeit. Wer von Mühlen noch nicht genug hat, der kann den Mühlenweg in Nußdorf besuchen. Auskunft im Verkehrsamt Nußdorf, Telefon 08034/9079-20.Fotos stv

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