Sachrang – Das sehr erfreuliche Wachstum der Verkaufsumsätze im Jahr 2017 um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr 295000 Euro war einerseits dem gelungenen Umbau im Dorfladen zu verdanken, zum Teil aber auch einer erhöhten Tagestouristen-Frequenz durch die Verleihung des DAV-Prädikats „Bergsteigerdorf“ an Sachrang und die Nachbargemeinde Schleching.
Verschiedene Reparatur-aufwendungen im Frühjahr 2017 und die Laden-Umbaukosten sowie eine geplante Steigerung der Arbeitsaufwendungen, um nämlich nach und nach die gesamten Arbeitsleistungen des Verkäuferteams voll zu entlohnen, haben jedoch 2017 trotz der Umsatzsteigerung einen kleinen Verlust ergeben. Wegen der ausreichenden Eigenkapitalausstattung und der ebenfalls ausreichenden Liquidität ist der Verlust nicht wirklich besorgniserregend, hieß es bei der Generalversammlung.
Um jedoch in Zukunft alle anfallenden betrieblichen Kosten zu erwirtschaften, brauche der Dorfladen einen deutlich höheren Rohertrag. Denn an den betrieblichen Aufwendungen und am Personal sei so gut wie nichts mehr einzusparen. Und eine Rohertragssteigerung sei nur über erhöhte Verkaufsum-sätze zu erzielen. Deswegen ergeht der Appell an alle Bürger Sachrangs, ihre Besorgungen regelmäßig im Dorfladen zu erledigen und so zur Umsatzausweitung und zugleich zur Existenzsicherung des Sachranger Dorfladens beizutragen. Ein Existenz-Ende des Dorfladens wäre nach dem Worten von Bürgermeister Peter Solnar wahrlich eine „Katastrophe für Sachrang“. Aus dem Mund von Wast Pertl wurde dem Dorfladen allergrößter Rückhalt signalisiert, denn die Bürger Sachrangs werden nach seinen Worten immer alles für den Erhalt ihres Dorfladens tun.
Geschäftsführerin Uschi Havel dankte dem Verkäuferteam für die geleistete Arbeit, die zu dem erfreulichen Umsatzergebnis geführt habe, und den vielen ehrenamtlichen Helfern für deren Unterstützung bei jenen örtlichen Festen, an denen sich der Dorfladen aktiv beteiligt.
Sie berichtete auch, dass sich die Kunden nach dem Ladenumbau einhellig positiv über die neue Ladengestaltung äußern und dass erfreulicherweise viele Handwerker ihren eigenen Arbeitseinsatz bei Ladenumbau gar nicht oder nicht voll in Rechnung gestellt haben.
Bürgermeister Solnar hat versichert, dass die politische Gemeinde sehr wohl wisse, was sie am Sachranger Dorfladen habe, und dass er selbst mit den Gemeinderatsmitgliedern voll hinter dem Dorfladen stehe. Er bestätigte darüber hinaus, dass er im Gemeinderat gerne jedes Vorhaben staatlicher Förderung prüfen und diskutieren lassen werde, wenn so eine Förderungsidee an ihn oder an den Gemeinderat herangetragen werde.
Appell an Bürger,
im Dorfladen einzukaufen
In der abschließenden Diskussion kamen verschiedene Vorschläge: Zum Beispiel, dass die derzeit an der Straße angebrachten Hinweisschilder auf den Dorfladen abgeändert gehören und dass man einen Weg finden sollte, diejenigen Aschauer Bürger, die zum Tanken über die nahe Grenze nach Tirol fahren, dazu zu bewegen, auf dem Rückweg im Sachranger Dorfladen anzuhalten und dort einzukaufen.re