Nachverdichtung geht in Ordnung

von Redaktion

Eggstätter Gemeinderat berät über Bauanfragen

Eggstätt – Bei der jüngsten Eggstätter Gemeinderatssitzung stand unter anderem das Thema „Bauen in der Gemeinde“ zur Beratung an. In einer Bauanfrage ging es um ein zu bebauendes Grundstück im Ortsteil Weisham. Auf dem Grundstück sollte, so der eingereichte Vorschlag, ein Einfamilienhaus errichtet werden, mit „einer ortsuntypischer Dachlandschaft“, wie Zweiter Bürgermeister Christian Glas als Vorsitzender der Sitzung ankündigte. Für diese Planung wurden drei mögliche Varianten vorgestellt.

Hans-Joachim Kaiser, Geschäfts- und Bauamtsleiter, erläuterte, dass das mittige Hauptgebäude nach Meinung des Antragstellers ein Satteldach samt sogenannter Dachlaterne erhalten solle und die Anbauten bei Version eins ein begrüntes Flachdach. Da die Abstandsflächen zu einer Seite hin überschritten würden, sei eine Änderung des Bebauungsplanes vonnöten. Zudem sei „das Baufenster deutlich überschritten“.

Bei einer zweiten möglichen Version solle der Anbau statt eines Flachdachs ein mit fünf Grad geneigtes Satteldach bekommen. Eine dritte Version passe sich schon eher der ortsüblichen 18 bis 26 Grad gängigen Dachneigung an, der Anbau solle hier ein mit 18 Grad geneigtes Satteldach bekommen, so Kaiser

Glas erklärte, dass im Bauausschuss am Vorabend der Gemeinderatssitzung die Meinung vorgeherrscht habe, dass sich die Planer an den Bebauungsplan zu halten hätten. Auch Marianne Schönhuber bezog klar Stellung: „Ein Flachdach geht nicht.“ Schnell waren sich alle Gemeinderäte einig, bei dieser Bauanfrage bei keiner der drei geplanten Dachvarianten zuzustimmen.

Mehr Wohneinheiten genehmigt

Mehr Diskussionsbedarf bestand hingegen bei einem Bauantrag zum Umbau eines Wohnhauses von zwei auf drei Wohneinheiten samt Errichtung einer Außentreppe und eines Carports auf einem Grundstück in Eggstätts Ortsmitte. Kaiser erläuterte den überarbeiteten Antrag, der in einer früheren Version im September vergangenen Jahres vom Gemeinderat abgelehnt worden war. Laut Kaiser mache der Antrag einige Befreiungen beispielsweise hinsichtlich der GFZ und der Außentreppe erforderlich. Glas erklärte, dass eine Nachverdichtung Wunsch des Gemeinderates sei: „Wir haben nicht unendlich viel Grund.“ Durch die Grundstücksteilung schaffe man drei Wohneinheiten: „Da macht die Außentreppe dann auch Sinn“. Valentin Obermaier erklärte, dass zu viele Änderungen nötig seien, denen er nicht zustimmen könne.

Hans Plank hingegen befand, dass es wichtig sei, Wohnraum zu schaffen. Marcus Schuster befand zwar, dass es ein „Zuviel an Änderungen“ gebe, wandte aber auch ein, dass die Alternative beispielsweise von vier Doppelhaushälften, die er mit jeweils 550000 Euro veranschlagte, auch nicht schön sei. „Das kann sich dann kein Eggstätter mehr leisten.“

Dem Beschlussvorschlag, die Anfrage zu genehmigen, stimmte das Gremium schließlich bis auf eine Gegenstimme zu. elk

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