Stephanskirchener gemeinderat berät Empfehlungen des Nahversorgungsgutachtens

Bald besser parken und einkaufen

von Redaktion

In Schloßberg gibt es derzeit nur einen großen Einkaufsmarkt und der sei für die Gemeinde Stephanskirchen zu klein und zu wenig attraktiv, so lautete ein Fazit des Nahversorgungsgutachtens, das die Gemeinde Stephanskirchen in Auftrag gegeben hatte. Das soll künftig anders aussehen, beschlossen jetzt die Gemeinderäte.

Stephanskirchen – In der jüngsten Sitzung berieten die Gemeinderatsmitglieder eine mögliche Erweiterung und Modernisierung des Pennymarktes in Schloßberg, die Gutachter Dr. Rolf Popien empfohlen hatte. Ein Neubau eines größeren Discounters/Vollsortimenters in Schloßberg sei jedoch in nächster Zeit aufgrund der fehlenden freien Grundstücke (würde Lage direkt an der Salzburger Straße erfordern) nicht zu erwarten, darüber waren sich die Gemeinderäte schnell einig. Seit Bekanntwerden des Gutachtens hätten allerdings bereits Gespräche mit dem Eigentümer des Marktes und der Raiffeisenbank stattgefunden. Eine Erweiterung des Vollsortimenters unter Einbeziehung der Räume der ehemaligen Raiffeisenbank erscheine derzeit nicht ausgeschlossen. Die Gemeinderäte fassten deshalb den Beschluss, diese Verhandlungen der privat Beteiligten sind von der Gemeinde sinngemäß zu unterstützen.

Das Gutachten hatte noch einen weiteren Vollsortimenter vorgeschlagen und als möglichen Standort die Simsseestraße (entweder im Baugebiet Haidholzen Südost oder zwischen Haidholzen und Reikering) empfohlen.

In der Zwischenzeit wären zahlreiche Gespräche mit Grundeigentümern im Baugebiet Haidholzen Südost sowie mit einem Vollsortimenter geführt worden, so die Verwaltung. Ergebnis sei, dass der beteiligte Grundeigentümer und der potenzielle Betreiber des Einkaufsmarktes Interesse bekundeten, sich an der Simsseestraße anzusiedeln. Dennoch erscheine es erst in einem Zeitraum von drei bis fünf Jahren machbar, einen Vollsortimenter im Baugebiet Haidholzen Südost anzusiedeln. Voraussetzung sei die Bereitschaft, von der bisherigen Rahmenplanung abzurücken und den angedachten Lärmschutz hinter einem Einkaufsmarkt anzusiedeln. Ein schlüssiges Entwicklungskonzept zur Ansiedlung soll erarbeitet und die offenen Grunderwerbsvorgänge mit Nachdruck geführt werden, beschloss der Gemeinderat.

Auch die verstärkte Ausweisung von Kurzzeitstellplätzen war Thema der Sitzung. Dr. Popien empfahl, die vorhandenen Kurzzeitstellplätze (derzeit 34 an der Salzburger- und Kuglmoosstraße) auszubauen, da diese teilweise von Berufstätigen ganztägig fehlbelegt würden. Die Gemeinderäte beschlossen, an der Hoffeldstraße weitere Kurzzeitstellplätze anzulegen.

Auch die Einführung einer kommunalen Parküberwachung wurde beraten. Der Gutachter hatte dafür plädiert und die Verwaltung aktuell eine mangelhafte Überwachung des Parkverkehrs durch die zuständige Polizeiinspektion ausdrücklich bestätigt. Die Fraktion „Bündnis 90/Die Grünen“ hatte zudem in einem eigenen Antrag die Kommunale Verkehrsüberwachung des ruhenden Verkehrs in der Gemeinde Stephanskirchen beantragt. Dieser Antrag wurde in der jüngsten Sitzung zurückgestellt. Man will zunächst klären, unter welchen Voraussetzungen eine Mitgliedschaft beim Zweckverband Töging möglich ist.

Über den Beschluss, einen Drogeriemarkt in Kragling zu errichten, mit fußläufiger Anbindung an die Salzburger Straße, berichteten wir in der gestrigen Ausgabe.

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