Bad Endorf – Für vier Tage war jetzt eine ukrainische Delegation aus der Partner Region Volovec in Bad Endorf zu Gast. Ziel ist es, Kommunen dabei zu unterstützen, Strukturen der Zusammenarbeit zu etablieren und die Planung und Umsetzung von Vorhaben mit entwicklungspolitischem Bezug im Rahmen der Partnerschaft voranzutreiben.
Auf dem Programm stand ein Workshop zu den Möglichkeiten der kommunalen Zusammenarbeit und die künftigen Ziele der Partnerschaft zwischen Volovec und Bad Endorf, an dem auch Bürgermeisterin Doris Laban, Verwaltungsmitarbeiter und Mitglieder des Gemeinderates der Marktgemeinde teilnahmen.
Das kleine Ausflugsprogramm führte die Ukrainischen Gäste nach Wasserburg und zu den Windrädern nach Schnaitsee, da die Nutzung der Windenergie durch einen geplanten Windpark in der Region Volovec im Gespräch ist. Vor Ort konnten sie sich von der Dimension solcher Windräder ein Bild machen. Ein besonderer Höhepunkt des offiziellen Besuchs der Partnerschaftsdelegation war eine Bahnfahrt zu einem Informationsaustausch im bayerischen Landtag und ins Generalkonsulat der Ukraine in München.
Nach einer Führung durch die Räumlichkeiten des Maximilianeums empfing Landtagsvizepräsidentin Ulrike Gote die ukrainischen Gäste zu einem Informationsgespräch über partnerschaftliche Zusammenarbeit. Dabei wurden die partnerschaftlichen Beziehungen des Freistaates Bayern mit der Ukraine erörtert und deren Betätigungsfelder beschrieben.
Weitere Diskussionsschwerpunkte waren die Sicht der Staatsregierung zu den Themen Nachhaltigkeit in der Energieversorgung, dem Für und Wider von Windkraftanlagen in Verbindung mit Tourismus und der Aufbau von kommunaler Selbstverwaltungen. In einem regen Gedankenaustausch wurden diese Themen bearbeitet und Zielvorstellungen einer möglichen Mithilfe durch die bayerische Staatsregierung formuliert.
Zum Abschluss besuchte die Gruppe in München das Generalkonsulat der Ukraine. Generalkonsul Yuriy Yarmilko betonte im Gespräch, dass das Vernetzen von Partnerschaftsstädten mit den Konsulaten und der ukrainischen Botschaft eine sehr hilfreiche Voraussetzung sei, um neue Informationen über Stiftungsgelder zu erhalten. Hier gebe es immer wieder Veränderungen und neue Möglichkeiten, die Partnerschaften finanziell zu unterstützen.
Er hat seine Mithilfe auch in Fragen von Transporten von Bad Endorf in die Ukraine angeboten.amf