Rohrdorf – Zunächst wird sich nun die Verwaltung über mögliche Zuschussmodalitäten informieren. Die Diskussion ins Rollen gebracht hatte ein Antrag der Musikschule auf finanzielle Unterstützung für Schüler aus dem Gemeindegebiet.
Elf Mädchen und Buben aus Rohrdorf nehmen derzeit Unterricht bei der Musikschule Rosenheim, weitere zwölf bei der Musikgemeinschaft Neubeuern, die ab dem kommenden Schuljahr zu einer Zweigstelle der Musikschule wird.
Nach dem Prozedere, das bereits mehrere Kommunen anwenden, kämen auf die Gemeinde dabei – abhängig von der Art des Unterrichts (Einzel- oder Gruppenunterricht) und vom erlernten Instrument – jährlich Kosten zwischen 2500 und 5000 Euro zu, wie in der Sitzung ausgeführt wurde. Die Förderung würde sich direkt auf die Unterrichtsgebühren für die Kinder aus dem Gemeindebereich auswirken: Die Eltern müssten also weniger für den Instrumentalunterricht ihrer Kinder bezahlen.
Ablehnung und Zustimmung zog sich quer durch die Fraktionen. Während sich etwa Sebastian Hauser (CSU) und Franz Praxl (SPD) gegen einen Zuschuss aussprachen, wurde dieser von Martin Frey (CSU), selbst bei der Musikkapelle Rohrdorf aktiv, befürwortet: „Wir wollen mehr als nur Musikkapelle.“
Wenngleich sich im Verlauf der Diskussion letztlich eine Mehrheit zugunsten einer finanziellen Unterstützung abgezeichnet hatte, wurde (noch) kein Beschluss gefasst. Erst sollen mit der Musikschule Details wie eine mögliche Deckelung des Zuschusses in Bezug auf Schülerzahlen oder Betrag abgeklärt werden. Das Thema kommt dann voraussichtlich in der Juni-Sitzung erneut auf die Tagesordnung.