Telefon soll bleiben

von Redaktion

Gemeinderat Amerang lehnt Antrag der Telekom ab

Amerang – Der Gemeinderat in Amerang sprach sich in jüngster Sitzung gegen den Antrag der Deutschen Telekom auf Rückbau der öffentlichen Telefonanlage in Amerang an der Wasserburger Straße 11 aus. Aus Sicht des Rates habe die Telefonstelle eine Art Notrufsäulenfunktion. Auch im Handyzeitalter könne sie in unvorhersehbaren Situationen durchaus wertvoll sein. Die Kosten seien deshalb tolerierbar, so die verbreitete Meinung im Rat.

Die Deutsche Telekom hatte den Rat darüber informiert, dass sie die Telefonstelle zum nächstmöglichen Zeitpunkt stilllegen möchte, nachdem der Betrieb extrem unwirtschaftlich sei.

Einnahmen 2,36 Euro, Ausgaben 50 Euro

Auf Nachfrage konkretisierte die Betreiberin, wonach durchschnittlichen monatlichen Einnahmen in Höhe von 2,36 Euro Ausgaben in Höhe von etwa 50 Euro gegenüberstehen. Offensichtlich wird die Telefonzelle nur sehr geringfügig genutzt.

Die Deutsche Telekom ist dem Grunde nach zur Grundversorgung mit öffentlichen Münz- und Kartentelefonen verpflichtet. Aufgrund geänderten Nutzungsverhaltens wurde der Betrieb im Laufe der vergangenen Jahre zunehmend defizitär, weshalb eine Übereinkunft zwischen der Bundesnetzagentur und den kommunalen Spitzenverbänden vorsieht, dass mit Zustimmung der Gemeinden ein Abbau möglich ist.ca

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