Fronleichnam ist für die Katholiken mehr als ein freier Tag. So zogen gestern nach dem Gottesdienst in Bad Endorf bei sommerlichen Temperaturen die Gläubigen singend und betend in Festgewändern durch die Straßen der Marktgemeinde (Foto links). Die Prozession gilt dabei als ein Glaubenszeugnis. Schon im Mittelalter zogen Christen um die Felder, um für eine gute Ernte zu beten. Wenn die Katholiken heute Fronleichnam feiern, stehen sie in dieser Tradition und beten für die Städte und ihre Bewohner – auch für diejenigen, die nicht an Christus glauben. Betend und singend zogen auch die Teilnehmer der Prozession der Pfarrgemeinde von Aschau mit den Fahnen der Dorfvereine, den Vereinen und der Musikkapelle durch den prächtig geschmückten Ortskern. Der Prozession ging der Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche „Darstellung des Herrn“ voraus. Ortspfarrer Paul Janßen segnete mit dem Allerheiligsten das Dorf, die Werkstätten, die Schule sowie die Fluren und Felder. Die zwei Altäre hatten der Frauenbund und die Kolpingsfamilie hergerichtet, dort wurde Station gemacht und im Gebet und Gesang verharrt. Die Gebirgsschützenkompanie Aschau gab dabei das Ehrengeleit (Foto rechts). Die Madonnenfiguren trugen die aktiven Dirndl der beiden Trachtenvereine Hohenaschau und Niederaschau. Fotos ammelburger/ H. reiter