„Bayerischer Tag“ der Haager Realschule

„LaBrassBanda“ als Überraschungsgast

von Redaktion

So einfach kann‘s gehen: Nett hinschreiben – dann kommt „LaBrassBanda“ und spielt auf dem Schulhof. Dieses Glück hatte jetzt die Haager Realschule passend zum schuleigenen „Bayerischen Tag“.

Haag – Die Blasmusikgruppe aus dem Chiemgau mit internationalen Auftritten zählt weniger zur urbayerischen Tradition, aber zum Begriff der Neuen Volksmusik. Mit Trompete, Schlagzeug, Posaune, Tuba, Bass, Gesang schnellen Rhythmen reicht deren Repertoire vom „Alpen Jazz Techno“ bis zum Punk.

„Die haben hier ihre Fans“, weiß Musiklehrerin Andrea Stadler, die auch selbst stolz darauf war, dass ihre Schüler das geschafft haben, die Band nach Haag zu holen. Denn die in der Welt bekannten Musiker gaben zu, dass ihnen das „Bewerbungsvideo“ der Schüler ausnehmend gut gefallen habe und „dachten, das wollen wir unterstützen“, erklärte Sänger Stefan Dettl.

10000 Euro fürs Kinderhospiz

Denn diese Veranstaltung, der „Bayerische Tag“, hatte auch einen guten Zweck, nämlich Geld für das Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach zu sammeln. Dafür hat grundsätzlich jeder Schüler mindestens einen Euro gespendet plus Unterstützung vom Holzwerk Obermeier und der Spardabank. Unterm Strich sind nun mit dem Geld des Weihnachtsbasars 10000 Euro zusammengekommen.

Wie lustig Tradition und bayerisches Brauchtum sein können, zeigten zuvor mehrere Spiele wie Armdrücken oder Masskrugstemmen von bis zu eineinhalb Minuten der fünften Klassen bis hin zu fünfeinhalb Minuten der Zehntklässler. Einige der Kinder sind in Trachtenvereinen aktiv, taten sich zur Volksmusikgruppe zusammen und zeigten auf der Bühne in Tracht Schuhplattler und anderes. Die Haager Schüler tanzten gleich mit, da war es völlig egal, wer mit wem, Hauptsache zur gespielten Musik.

Blasmusik ist vielen Schülern auch nicht fremd, denn die Realschule hat eine Bläserklasse, die erst jetzt ihr zehntes Jubiläum feierte. Was „LaBrassBanda“ aber auf die stets nackerten Füße stellten – ihr Erkennungszeichen – war schon noch einmal eine andere Nummer. Selbst wer mit Blasmusik wenig anfangen kann, dem entging nicht, mit wie wenig Technik die sieben Bandmitglieder direkt auf ihr Publikum bis zum vordersten Bühnenrand zugingen, Sänger Stefan Dettl sprach sie direkt an, erklärte, machte und tat, hüpfte und sprang und freute sich, wenn die Kinder Texte kannten und mitsangen.

Die schweißtreibende Arbeit steigerte sich, als die Band von der Bühne herunterkam, sich mitten unter die Kinder mischte und weiterspielte. Erst nach viel Jubel, Klatschen und mehreren Zugaben war hier Schluss.

Dann kam die Klasse 5d zu ihrem Klassenfoto als Belohnung, denn sie hatte am meisten Geld zusammengebracht.

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