Nachbarschaftshilfe feiert 40-jähriges Bestehen

„Hier zählt der Mensch noch etwas“

von Redaktion

„40 Jahre Nachbarschaftshilfe – Eine Erfolgsgeschichte“, unter diesem Motto wurde in Großkarolinenfeld jetzt eine Woche lang gefeiert. Höhepunkt war der Festabend in der Max-Joseph-Halle.

Großkarolinenfeld – Unter den Klängen des Musikstücks „Einzug der Gladiatoren“ zogen die Mitarbeiterinnen zum Festabend in die Halle und eröffneten damit den Festabend. Die Pflegekräfte waren in Orange, die Hauswirtschaftlerinnen in Grün und das Betreuungspersonal in Lila gekleidet.

Bei der Begrüßung der Gäste zog Vorsitzende Lilo Wallner Parallelen der Mitarbeiterinnen zur Musik von Giuseppe Verdi. „Auch unsere Mitarbeiterinnen kämpfen nicht selten wie Gladiatoren gegen alle möglichen Probleme, Hindernisse, Widrigkeiten und von Schneesturm bis Hagel auch oft gegen Naturgewalten. Aber sie bewältigen alles“, so die Vorsitzende. 40 Jahre Nachbarschaftshilfe sei eine Geschichte engagierter Mitarbeiterinnen und kompetenter und tatkräftiger Pflegedienstleiterinnen, die den Leitspruch „Wir pflegen jeden“ mit viel Herzblut und mit Leben erfüllen.

Aber es sei auch eine Geschichte von ehrenamtlichen Vorständen mit Engagement und Weitblick, die den Werdegang einer kleinen Einrichtung bis zum heutigen Stand begleiten und vorangebracht haben, so Wallner weiter. „Es ist erfreulich, dass junge, gesunde Menschen heute Engagement zeigen, für diejenigen, die alt, krank und hilfsbedürftig sind.“

Die Vorsitzende bedankte sich bei den Mitarbeiterinnen der Nachbarschaftshilfe vor und hinter den Kulissen. Ihr Dank galt auch allen, die mitgeholfen haben, diesen Festabend zu gestalten. „Ich freue mich mit ihnen 40 Jahre Erfolgsgeschichte unserer Nachbarschaftshilfe zu feiern“, so Bürgermeister Bernd Fessler. Getreu dem Grundsatz des Vorrangs der sogenannten offenen Hilfe, also der zeitgemäßen Versorgung und Pflege von Bedürftigen außerhalb der stationären Einrichtungen, habe sich die Nachbarschaftshilfe zu einer hochwertigen Serviceeinrichtung entwickelt. Hier werde nicht nur professionelle Hilfeleistung angeboten, sondern bei den Mitarbeiterinnen zähle der Mensch noch etwas. Man nehme sich ganz im Zeichen christlicher Nächstenliebe der Menschen Zeit für Menschen, die Probleme haben.

Der Kontaktstadel sei mit viel Einfühlungsvermögen und viel Mut realisiert und gesichert worden. Die Mitarbeiterinnen hatten immer ein feines Gespür für die Bedürfnisse der Menschen in der Gemeinde und stellen sich den Aufgaben mit einem sympathischen freundlichen Gesicht. Daher sei es an der Zeit, sich bei allen ganz herzlich zu bedanken, so das Gemeindeoberhaupt.

Er überreichte den Verantwortlichen der Nachbarschaftshilfe Marianne Dußmann, Claudia Albert, Christine Boos, Astrid Horack, Lilo Wallner und ihrer Stellvertreterin Hermine Hammer einen Blumenstrauß. Kassier Peter Daum erhielt Süßigkeiten. Dazu überreichte er noch einen Scheck.

Clowns sorgen

für Heiterkeit

Der Festabend wurde musikalisch vom Akkordeonorchester Kolbermoor, der Band „Karo-Line“ und vom Chor „Vokaro“ gestaltet. Die Clowns Rigol und Torf strapazierten mit ihren Einlagen die Lachmuskeln. Über die ganze Woche verteilt konnte man Vorträge über Demenz, Pflege und von Vertretern der Krankenkassen besuchen. Neben einer Hilfsmittel- und Buchausstellung gab es noch eine Tanzveranstaltung – auch mit Rollator – begleitet von der Tanzschule Mangfalltal und der Musikgruppe „Kreuz und Quer“.

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