Interview mit Festleiter Johannes Hartig

„Musik – die schönste Nebensache“

von Redaktion

140 Jahre Musikkapelle Großholzhausen starten heute – Festsonntag mit Umzug

Großholzhausen – 140 Jahre Musikkapelle Großholzhausen – Grund genug, dieses Jubiläum gebührend zu feiern. Am heutigen Mittwoch gehts los mit dem Bieranstich im Festzelt auf der Hagl-Wiese an der Schullerstraße um 19 Uhr. Das Fest dauert bis Montag, 18. Juni. Der große Festtag mit Festumzug ist am Sonntag, 17. Juni. Mit Organisator und Festleiter Johannes Hartig sprachen die OVB-Heimatzeitungen.

Welche Instrumente sind bei der Musikkapelle besonders beliebt und warum?

Ich glaube, das ist von Kapelle zu Kapelle und auch von Zeit zu Zeit verschieden – wir hatten mal sieben Flötistinnen in der Kapelle – lauter junge hübsche Mädl. Heute haben wir ein sehr dominantes Register bei Trompeten und Flügelhörnern. Diese Instrumente geben halt in einer bayerischen Blaskapelle den Ton an – meine Nummer 1 ist die Trompete !

Lässt sich die Jugend heute noch für die Mitgliedschaft in einer Musikkapelle begeistern?

Ja, auf jeden Fall, in den meisten Kapellen im Inntal gibt es auch sehr starke Jugendkapellen, die durch Musikunterstützungsvereine gefördert werden und sehr eng mit den jeweiligen Schulen, zum Beispiel Bläserklassen, zusammenarbeiten.

Ohne gründliche Jugendarbeit ist nachhaltiges Musizieren unmöglich. Die Musikkapelle Großholzhausen hatte bereits 1964 ihre erste Jugendkapelle. Unsere Kapelle ist sehr jung – derzeit sind alle Jungmusikanten und Jugendmusikantinnen in der Kapelle integriert und natürlich auch einige in der Ausbildung – eine eigene kleine Jugendkapelle wird sich in Kürze wieder formieren.

Warum sind Sie dabei? Welches Instrument spielen Sie? Müssen Sie noch üben?

Ich bin ziemlich genau seit 40 Jahren festes Mitglied in der Kapelle und spiele mit zwei weiteren Kollegen das 1. Flügelhorn. In der Regel haben wir einmal pro Woche Probe, für unser jährliches Frühjahrskonzert ist natürlich individuelles Proben auch von Nöten. – Übung macht den Meister!

Für mich ist und war Musik immer die schönste Nebensache der Welt!

Das Schlimmste am Festleiter-Dasein ist…..?

…den Durchblick zu behalten. Die behördlichen Anforderungen sind mittlerweile enorm. Oder anders gesagt: „Nüchtern bleiben müssen“.

Interview: Sigrid Knothe

Festprogramm

Heute, Mittwoch, Bieranstich um 19 Uhr im Festzelt an der Hagl-Wiese.

Donnerstag, 14. Juni, 19 Uhr, „Local Heros“: musikalische Gaudi mit Blechbriada, Kabarett mit De Laddshosen, die Scheinheiligen, Neurosenheimer.

Freitag, 15. Juni, 19.30 Uhr, Wein- und Bierfest.

Festsonntag, 17. Juni, 8 Uhr Empfang der Vereine, 10 Uhr Festgottesdienst, Umzug.

Montag, 18. Juni, 19 Uhr, Kesselfleischessen.

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