Gemeinde Amerang will Angebote erarbeiten

Inklusion im Fokus

von Redaktion

Von einer Ausstellung bis zu Gemeindeinformationen in „leichter Sprache“: die Gemeinde Amerang rückt das Thema Inklusion in den Mittelpunkt.

Amerang – Die Gemeinde Amerang hat mit der Vernetzung der örtlichen Helferstrukturen ein gesamtgesellschaftliches Thema ins Visier genommen. Als gemeinschaftliche Aufgabe soll der Hilfebedarf von Menschen mit Beeinträchtigungen erkannt werden, um entsprechende Angebote zu erarbeiten, die sowohl für Senioren, Menschen mit Handicap oder auch Flüchtlinge tauglich sind. Federführend wurde Anja Rosengart im Dezember als Inklusionsbeauftragte der Gemeinde offiziell mit dem wichtigen Thema betraut.

In der Sitzung des Gemeinderats informierte die Soziologin, die schon seit Jahren als Dozentin im Bereich „Inklusion“ tätig ist, über ihre Arbeit in den zurückliegenden Monaten. In Amerang hat sie laut Bericht die Kontaktaufnahme nach außen, zu Kindergärten, zur Schule sowie auch zu betroffenen Eltern übernommen, um Hemmschwellen zu überwinden und das Thema Inklusion immer wieder in Erinnerung zu bringen, wie sie sagt.

Seit ihrer Amtsübernahme habe sie viel Zeit in überregionale Arbeitskreise investiert und sich zuerst schwerpunktmäßig auf das Bürgernetzwerk mit verschiedenen Hilfsangeboten, auf die Vorbereitung der Mitgliederversammlung und der Vorstandswahlen konzentriert. Zudem habe sie weitere Aktionen geplant, um die Vernetzung zu intensivieren, so Rosengart.

Sie stellte fest, dass das Angebot zur Vorstellung des Themas „Inklusion“ bei Elternabenden und das Beratungsangebot für Eltern von Kindern mit Beeinträchtigung „gerne noch mehr“ in Anspruch genommen werden dürfte. Ziel sei es, „die soziale Gemeinde weiterzuentwickeln“.

Wünschenswert seien auch gemeinsame Projekte mit Schule und Kindertagesstätten. Aktuell soll der Arbeitskreis „leichte Sprache“ dafür sorgen, dass Behördensprache künftig leichter verständlich werde. Geplant sei auch ein „Willkommenspaket“ für Neubürger mit Adressen, Angeboten von Vereinen und anderer Organisationen und Neubürgerempfang. Zudem sei die Einrichtung einer Info-Ecke im Rathaus und eine Ausstellung des Staatsministeriums zum Thema „Inklusion“ geplant.

Darüber hinaus seien für die Gemeinde Amerang unter anderem weitere Sprechstunden und ab Herbst wieder Besuche in den Kindertagesstätten und Schulen sowie Projektkonzipierung angedacht, um die Bürger zu ermuntern, bei Bedarf die vorhandenen Hilfsangebote anzunehmen.

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