Prien – Nach 19 Jahren seines Dienstes hat der 85-jährige Ruhestandspfarrer Josef Dengl das Amt der geistlichen Begleitung für Bewohner, Besucher und Mitarbeiter des Caritas-Altenheims St. Josef an die 56-jährige indische Schwester Juliane Michaelsamy vom Orden der Missionsfranziskanerinnen von Aloisius von Gonzaga übergeben.
Schwester Juliane hat im Rahmen eines Pilotprojektes der Erzdiözese München-Freising eine umfassende Ausbildung für ihre seelsorgerische Tätigkeit absolviert, damit sie als sogenannte pastorale Mitarbeiterin in den Pfarrverbänden Westliches Chiemseeufer und Bad Endorf neue Aufgaben übernehmen kann.
Der feierliche Seelsorger-Wechsel begann mit einem Gottesdienst, den Pfarrer Klaus Hofstetter (mit einer ganz persönlichen „Berg-Predigt“) gemeinsam mit Pfarrer Dengl zelebrierte. Zudem wirkten an der Gestaltung mit Schwester Juliane, Diakon Paul März sowie Kirchenmusiker Rainer Schütz an der Orgel.
An den kirchlichen Teil schlossen sich ein Standkonzert der Priener Blaskapelle und ein Sommerfest an. Dort gab es viele Dankesworte für Pfarrer Dengl und Schwester Juliane.
Dengl, der vor seinem Dienst in der Priener Pfarrei und für das Altenheim 19 Jahre lang Stadtpfarrer in Waldkraiburg war, wurde als stets gut aufgelegter, ausgleichender und vertrauenswürdiger Geistlicher bezeichnet. Er „war kein Pfarrer in Ruhe, sondern stets ein Pfarrer in Reichweite“, sagte Zweiter Bürgermeister Hans-Jürgen Schuster, der die Marktgemeinde vertrat. „Pfarrer Dengl war für uns ein Geschenk Gottes“, dankte Heimleiterin Theresia Meisl dem Geistlichen.
Neue Brille für den besseren Durchblick
Schwester Juliane, die bereits vor 30 Jahren mit ihrem Dienst im Priener Altenheim St. Josef begann, wurde ebenso herzlich willkommen geheißen wie Pfarrer Dengl verabschiedet. „Für meine neue Aufgabe habe ich mir eine neue Brille angeschafft, um einen besseren Durchblick zu haben“, sagte die Indische Schwester in ihrer Dankansprache. hö