Sepp oberauer, Nussdorf

„Beste Variante: Unter die Autobahn“

von Redaktion

Die beste Trasse mit dem wahrscheinlich größten gemeinsamen Nenner ist für alle Beteiligten im gemeinsamen Planungsraum die Variante Bundesautobahn Süd und Nord. Diese Trasse hat den Vorteil, dass die Landschaft nicht noch zusätzlich getrennt wird und kein Umwegverkehr vor allem für die Landwirtschaft entsteht.

Bei einer Untertunnelung

würden sich auch die notwendigen Grundstücke schon im Eigentum des Bundes befinden und die Verbindung Kiefersfelden nach München wäre ohne große „Umwege“ machbar.

Überhaupt nicht vorstellbar ist für mich die Variante Inn Ost, die oberirdisch durch die Nußdorfer Innauen und sehr nahe an der Wohnbebauung der Ortsteile von Windshausen bis am Inn vorbeiführt. Diese Variante würde und unser Naherholungsgebiet zerstören, das als FFH – Fläche ausgewiesen ist. Das Dorfgebiet wäre dann durch die Eisenbahn durchtrennt.

Insgesamt findet das neue Hauptkriterium „Flächenverbrauch“ in den Grobtrassen wenig Beachtung.

Hier könnte wie im Tiroler Unterinntal der Tunnelanteil wesentlich höher sein. Bei den Varianten Tunnel Sattelberg und Steinkirchen muss auf jeden Fall auch die Anbindung an die Bestandstrecke (Kreuzung Autobahn

und Inn) unterirdisch verlaufen.

Mit der Vorstellung der Grobtrassen beginnt für mich der eigentliche Planungsdialog. Jetzt sind alle Bürger und nicht nur die Mitglieder der einzelnen Foren dazu aufgefordert, ihre Meinung zu äußern. Ich finde es äußerst wichtig, dass bei diesem europäischen Großprojekt die Bürger gleich zu Beginn mit einbezogen werden. Ich hoffe dass hier eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen der Bürgerschaft und den Planungsteams entsteht, mit dem Ziel für alle Beteiligten die beste Lösung zu finden. Den Versuch zu starten und einen gemeinsamen Trassenvorschlag zu finden, ist für mich der bessere Weg als ein kategorisches Nein zum Dialog.

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