Alle vorgeschlagenen Trassenvarianten führen dazu, dass man Rosenheim unter Zeitersparnis umfahren kann. Überlegen Sie selbst: Würde die Zuganbindung der Stadt dann besser oder schlechter werden? Ich bin weiter für die Bestandsstrecke und gegebenenfalls deren Ausbau.
Die Verantwortlichen in der Bundes- und Landesregierung beantworten unsere Fragen nicht und erwarten gleichzeitig, dass wir unsere Region für dieses Projekt opfern. Den Nachweis des Bedarfs können oder wollen sie nicht liefern. Natürlich ist der Lkw-Verkehr im Inntal derzeit ein ernstes Problem. Dieses Problem ist aber durch die deutsche Billigmautpolitik hausgemacht, weil dadurch der Verkehr in unsere Region gelockt wird. Die Brennerroute ist für den Lkw-Verkehr derart kostengünstig, dass sie andere, für sie eigentlich geeignetere Alpenüberquerungen, meiden. Die Speditionen nehmen Umwege in Kauf, um in den Genuss unserer Billigmaut zu kommen. Das Verladen der Güter auf die Schiene bleibt so natürlich unattraktiv.
Leider fällt bayerischen Politikern dazu nur ein, die Blockabfertigung der österreichischen Seite zu kritisieren und das Nachtfahrverbot aufzuheben. Wessen Interessen werden hier eigentlich vertreten? Die der Anlieger wohl nicht, wenn sie nicht gerade eine Spedition betreiben oder anderweitig vom Lkw-Verkehr profitieren?