Christian Praxl, Rohrdorf

„Katastrophe für die Region“

von Redaktion

Mit der Vorstellung der Grobtrassen wurde das gesamte Ausmaß des Projektes und die massiven Beeinträchtigungen überdeutlich. Alle Befürworter einer Neubaustrecke sollten sich hinterfragen, ob diese dauerhafte Zerstörung von Natur und Umwelt gegenüber den betroffenen Menschen im Inntal und in der Region rund um Rosenheim zu verantworten ist.

Ich bin entsetzt über die Arroganz der Bahn und betrachte das bisherige Dialogverfahren als Farce. Sämtliche Grobtrassen wurden ohne jegliche Einflussnahme der beteiligten Gemeinden entwickelt. Es gibt aus meiner Sicht keine „Vorzugsvariante“.

Maßlos enttäuscht bin ich über die Ignoranz der Politik gegenüber unseren Fragen, die nicht beantwortet werden. So fehlt nach wie vor jeglicher Bedarfsnachweis, Zahlen werden durch die DB „schöngerechnet“, eine Nutzen-Kostenanalyse wurde nicht erstellt, die Lage von notwendigen Verladeterminals wird ausgeklammert und der Brenner ist nach wie vor der billigste Alpenübergang. In Kenntnis all dieser Versäumnisse wird die Notwendigkeit einer Neubautrasse aber immer wieder betont.

Das Projekt Brenner-Nordzulauf bringt meiner Meinung nach keine Ent-, sondern massive Mehrbelastungen für das Inntal und ist eine Katastrophe für die gesamte Region. Verantwortung tragen die Befürworter.

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