Bürgermeister georg huber:

„Schock nach Angriff auf Reh“

von Redaktion

Vorfall in der Samerberger Filze – An Verbote erinnert

Samerberg – Der Konflikt zwischen Hundebesitzern auf der einen Seite und der Jägerschaft und den Waldbauern auf der anderen Seite sei auf dem Samerberg wieder aufgeflammt, heißt es aus dem Rathaus. Hintergrund sei ein Vorfall vor wenigen Wochen in der Samerberger Filze: Ein junges Reh wurde offenbar von einem Hund gerissen, der Eigentümer des wildernden Hundes sei bisher nicht ermittelt.

„Dass das getötete Reh trächtig war, macht die Sache gleich noch schlimmer“, ärgert sich Jagdpächter Andreas Wiesböck. Die Erschütterung ist auch bei den betroffenen Waldbauern groß. Seit Jahren pochen sie darauf, dass die Anleinpflicht für die Hunde in der Filze eingehalten werde und dass „Hunde in der engen Schutzzone des Wasserschutzgebiets gar nichts verloren“ hätten.

Dass diese Verbote in der Praxis schwer zu vollziehen und entsprechende Kontrollen nicht einfach seien, das weiß auch Samerbergs Bürgermeister Georg Huber: „Große Hunde ab einem halben Meter Schulterhöhe unterliegen auf den Wegen in der Filze einer Leinenpflicht. Von der bei uns seit 2009 geltenden Hundehaltungsverordnung wissen aber die meisten Hundebesitzer nichts“, moniert Huber. „Hier müssen wir wieder verstärkt Aufklärungsarbeit leisten“, so der Bürgermeister.

Er kündigte jetzt an, dass fortan Gemeindemitarbeiter aus dem Bauhof und der Wasserversorgung auch die Einhaltung des Betretungsverbots für Hunde im Wasserschutzgebiet beobachten und – falls nötig – auch ahnden werden. „Dort ist die Beschilderung eindeutig“, fügt Huber hinzu. Hunden und Pferden sei der Zugang zur engeren Schutzzone der Wasserversorgung aus hygienischen Gründen verwehrt.

Verstöße gegen das Jagd- und Tierschutzrecht seien kein Kavaliersdelikt, bekräftigt Huber: Als Ordnungswidrigkeit drohten bis zu 1000 Euro Bußgeld, auch eine Bewertung als Straftat sei möglich. Im Interesse eines gegenseitigen Miteinanders von Hund, Haltern, Landwirten, Jägern und Wildtieren bittet die Gemeinde Samerberg alle betroffenen Hundehalter, die Vorschriften künftig zu beachten und ihre Hunde im Filzenbereich nicht frei laufen zu lassen und das für Hunde gesperrte Gebiet nahe der Wasserversorgung ganz zu meiden.re

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