Kiefersfelden: 37000 Euro für „Erlebnisweg Energie“

Ein ungewöhnlicher Wanderweg

von Redaktion

„Kiefersfelden ist immer eine Reise wert, aber besonders dann, wenn man auch noch einen Förderbescheid über 37100 Euro dabei hat.“ Das erklärte Sebastian Wittmoser, Leader-Koordinator beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Rosenheim.

Kiefersfelden – Dieser Zuschuss ist für den von der Grenzgemeinde geplanten „Erlebnisweg Energie“, der entlang des Kieferbachs führen wird. Empfänger der Anschubfinanzierung war Bürgermeister Hajo Gruber, der sogleich auch das Ziel dieser Aktion darlegte. „Wir wollen einheimischen und auswärtigen Interessenten die Orts- und insbesondere die Industriegeschichte Kiefersfeldens näherbringen. Der Weg soll zum Entdecken und Erleben einladen.“

Gwendolin Dettweiler, Ressortleiterin Raum und Umwelt München, lobte „den Reichtum an Ideen“ des Ortes, „die immer wieder in Projekten wie diesen münden“. Und dieses Vorhaben stellte dann der maßgebliche Initiator Sebastian Bleier vor: „Vor allem Erlebnisangebote werden dabei eine Rolle spielen, wie beispielsweise ein Schaukraftwerk am Bergwirtwehr oder die Darstellung, was der Name des Kieferer Ortsteils Kohlstatt mit Energie zu tun hat.“ Dazu kommen spannende Informationen, wie man mit Wasser Getreide mahlen kann oder die Historie der Bleiersäge und weitere explosive Geschichten aus Kiefersfeldens Geschichte.

Und natürlich komme bei allem der Naturgenuss nicht zu kurz, betonte der Initiator, denn der Energieweg führe durch die schöne, teilweise auch recht wilde Flusslandschaft entlang des Kieferbachs.

Den Anfang nimmt der Weg am Heimatmuseum Blaahaus, aber auch der Ökopark ist miteingebunden als Projekt der Nachhaltigkeit und Ökologie. Enden wird die erlebnisreiche Tour an der großen Gießenbacher Wassermühle, wo eben jetzt der Förderbescheid übergeben wurde.

Oberaudorfs Bürgermeister und zugleich Zweiter Vorsitzender der LAG Mangfall-Inntal, Hubert Wildgruber, betonte, „dass es Gemeinden braucht, die solche Ideen haben und die vor allem auch umsetzbar sind. Dabei entsteht unschätzbarer Mehrwert für die Bürger, so ist einmal der Tourismus entstanden“.

Sebastian Wittmoser freute sich, „schon bald diesen Weg zu erwandern, da kann man Geschichte wirklich erleben“. Energiethemen seien wichtig und wenn sie so umgesetzt werden, sei das „anerkennenswert“. Mit der Fördersumme sollen die zahlreichen Erlebnisstationen mit Infotafeln bestückt, ein Wanderparkplatz installiert und die wegweisende Beschilderung unterstützt werden, weiß der Leader-Koordinator aus dem Landwirtschaftsamt.

Für Kiefersfeldens Bürgermeister Hajo Gruber ist der Erlebnisweg auch ein Blick in die Entstehungsgeschichte seiner Gemeinde, die jahrhundertelang als Industriestandort für Marmorverarbeitung und Zementfertigung von zentraler wirtschaftlicher Bedeutung war. Mit den Worten „wir haben viel zu zeigen aus dieser Zeit“ lud er dann auch alle ein, diesen außergewöhnlichen Weg nach seiner Fertigstellung zu erwandern.

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