Rosenheim – Die Vorstellung der Grobtrassen für ein drittes und viertes Gleis lösen bei der SPD-Stadtratsfraktion große Vorbehalte aus, erklärte Fraktionsvorsitzender Robert Metzger.
Die Deutsche Bahn folgt nur ihrem Auftrag, mögliche Trassenverläufe anhand eines Kriterienkatalogs zu erarbeiten. Die Hauptverantwortung liegt allerdings beim Verkehrsminister! Weder Ramsauer noch Dobrindt oder Scheuer hätten der Bevölkerung vor Ort nachvollziehbar erklärt, weshalb es eines dritten oder vierten Gleises bedarf und wie teuer es für die Steuerzahler werden würde. Das sei geradezu skandalös. Nun müssen Teile Rosenheims mit enormen Flächenverlusten rechnen, das sei alles andere als verantwortungsvolle Politik.
Egal, wo die Trasse verlaufen werde, sie umfasst einen Kurvenradius von drei Kilometern und dient hauptsächlich dem Transitverkehr. Die Region profitiere von den neuen Gleisen kaum bis gar nicht und muss darüber hinaus neben der ohnehin schon erdrückenden Verkehrsbelastung einen weiteren massiven Einschnitt in Natur und Lebensraum hinnehmen, so die beiden SPD-Stadträte Metzger und Abuzar Erdogan. Die SPD-Stadtratsfraktion werde sich dafür starkmachen, dass die Millionen nicht in ein nicht zu rechtfertigendes Großprojekt, sondern in die Attraktivität des ÖPNV investiert werden.