Anlieger vom Katzenbichl fordern Gemeinde Nussdorf auf:

„Wir wollen Staubfreiheit“

von Redaktion

Die wohl letzte Straße in Nußdorf, die noch nicht erschlossen wurde, ist der Katzenbichl. Einige Anwohner richteten nun an die Gemeinde den Antrag auf „Staubfreiheit“.

Nußdorf – Wenn der Wind über die trockene Straße fegt, wirbelt er den Staub auf der unbefestigten Straße am Katzenbichl auf. Der legt sich dann in der unmittelbaren Umgebung nieder. Zum Leidwesen der Anwohner findet sich der Staub dann auch auf der frisch gewaschenen Wäsche, die gerade zum Trocknen draußen aufgehängt ist. Auch vor geöffneten Fenster macht er keinen Halt und hinterlässt auf den Möbeln in den Wohnungen eine Staubschicht.

Wenn es regnet, entstehen Pfützen; schlammige Wege führen dann längs der Straße. Im Winter fließt das Wasser nicht ab, was zu einer ärgerlichen Glatteisbildung führt. Mit dem Schneeschieber komme die Gemeinde nicht nach, ohne gleich die Straße zu beschädigen, klagen die Anwohner. Ihr Wunsch: Staubfreiheit.

„Leider ist das nicht ganz so einfach“, erklärte Nußdorfs Bürgermeister Sepp Oberauer in der letzten Gemeinderatssitzung. Staubfrei könne die Straße erst werden, wenn sie etwa mit einer Asphaltdecke bedeckt ist. Das sei allerdings bereits der erste Schritt zu einer Straßenersterschließung. Hinzu komme noch die Ableitung des Oberflächenwassers und gegebenenfalls eine Sanierung des Straßenunterbaus. Da es sich hierbei um eine klassische Ersterschließung handele, müssten sich die Anlieger zu 90 Prozent an den Kosten beteiligen, hieß es in der Sitzung. Die Aussetzung der „Strabs“ greife hier eben nicht. Der Rathauschef schätzt die Gesamtkosten vorsichtig auf 200000 Euro. Damit würde der durchschnittliche Anteil jedes Anliegers, berechnet nach der Grundstücksgröße, zwischen 20000 und 30000 Euro liegen. Ob das die Antragsteller diesen Faktor berücksichtigt hätten, will der Bürgermeister bis zur kommenden Gemeinderatssitzung mit den Anliegern klären.

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