Kiefersfelden – Es hat sich viel getan in dieser Zeit, stellt auch Betriebsleiter Fred Fertinger bei seinem Rundgang durch das Bad fest.
Da ist zunächst das neue Gradierwerk, das sowohl vom Bade- als auch vom Saunabereich genutzt werden kann. Dieses, aus Schwarzdornreisig gefertigt, entfaltet im direkten Umfeld ein leicht feuchtes und salzhaltiges Klima, das hervorragend zur Inhalation geeignet und von heilklimatischem Nutzen ist. Dabei wird eine Solekonzentration aus Himalaja-Salz verwendet, die durch wiederholtes Abrieseln an den Reisigwänden die Luft mit dem Heilsalz anreichert. Die so entstehende Sole verbessert die Lungenfunktion, lindert asthmatische und bronchiale Beschwerden, stärkt das Immunsystem und beugt Atemwegsinfektionen (Schnupfen/ Erkältung) vor. „In der solehaltigen Atmosphäre können unsere Gäste nunmehr herrlich relaxen und entspannen“, so der Betriebsleiter.
Doch das sei noch nicht alles, was in der dreiwöchigen Renovierungsphase entstanden ist. Die Beleuchtung der Außenbecken wurde auf die freundlichere, hellere und energiesparende LED-Beleuchtung umgestellt, genauso wie die Lampen der Schwimmhalle entsprechend ausgewechselt wurden sowie das Kinderbecken und der gesamte obere Bereich.
In den Duschräumen glänzen neue Armaturen und die ausgetauschten Duschköpfe verbreiten jetzt „Regenwaldfeeling“. Letztlich erstrahlen auch Dampfbad und Wärmebecken mit neuen, farblich illuminierten Decken. Dazu kamen eine Reihe technischer Optimierungen, die schon bald ihre energetische Wirkung zeigen sollen.
Gekostet hat das alles rund 80000 Euro, wobei das Gradierwerk allein mit 50000 Euro zu Buche schlug. Diese Maßnahmen sind vor allem vor dem Hintergrund zu sehen, das Innsola noch beliebter, im Betrieb aber auch günstiger zu machen. Die neue oder verbesserte Technik ermöglicht jetzt ein deutlich schnelleres Umwälzen (Reinigen) des Wassers und ein eigenes Blockheizkraftwerk, das etwa 600 Megawattstunden produziert, macht die Gesamtanlage insgesamt „weniger energieabhängig von außen, denn wir nutzen jedes mögliche Energieeinsparpotenzial“, zeigt Fred Fertinger die Vorteile auf.
Das Innsola bietet nach der Wiedereröffnung seinen Besuchern noch mehr Attraktionen an. Neben Gradierwerk, Panoramasauna, Dampfbad, Erdsauna und Sanarium/Kräutersauna kommen im Kleinkinderbecken neue Wasserspiele mit Markisen, Liegewürfeln und Sportgeräten hinzu.
Wichtig ist für den Betreiber, die Gemeinde Kiefersfelden, der „familiäre Charakter“ des Bades. Neben Frühschwimmen jeden Mittwoch ab 7 Uhr morgens, den Sportlerbahnen im großen Schwimmbecken und dem schönen Freibereich ist vor allem für die umliegenden Schulen das Bad der Renner. „Hier bei uns im Innsola kann man noch schwimmen lernen“, weist Betriebsleiter Fertinger auf einen immer seltener werdenden Umstand hin. „Wir bieten Schwimmkurse und Babyschwimmen an, setzen auf den familiären Charakter der Einrichtung.“
Das Freizeit- und Hallenbad wurde im Jahre 1959 errichtet. In den Jahren 1995 und 1996 erfolgte ein gründlicher Umbau mit Grundsanierung. Seither wird nahezu jedes Jahr renoviert, verbessert und erweitert.