Nachruf

von Redaktion

Griesstätt – Anna Graf starb im 94. Lebensjahr nach kurzer Krankheit. Pfarrvikar Herbert Weingärtner blickte beim Seelengottesdienst in dankbarer Verbundenheit auf das Leben der Verstorbenen.

Auf dem „Seemoar-Hof“ in Griesstätt wurde sie als einziges Kind der Eheleute Anna und Franz Maier im Februar 1924 geboren. Dort wuchs sie auf, sie besuchte die Volksschule in Griesstätt und unterstützte danach ihre Eltern bei der Arbeit auf dem Hof. Nachdem sie mit Erfolg die Hauswirtschaftsschule abgeschlossen hatte, machte sie die Prüfung als Meisterin in der ländlichen Hauswirtschaft.

Im April 1948 heiratete sie den Landwirt August Graf aus Holzhausen, ein Sohn und eine Tochter kamen zur Welt. Da ihr Mann sein landwirtschaftliches Anwesen in Holzhausen seiner Schwester überlassen hatte, führten sie gemeinsam das „Seemoar-Anwesen“ mit der Rinderzucht weiter. In den 1960er- Jahren stellten sie den Betrieb auf Schweinezucht um. Das Anwesen übergaben sie mit dem in den 70er-Jahren erbauten neuen Wohnhaus an den Sohn.

Gern arbeitete die Verstorbene in ihrem großen Garten mit den vielen von ihr geliebten Blumen. Sie war aber auch gerne in Gesellschaft, wie beim Frauenstammtisch und bei den Altennachmittagen der Pfarrei. Sie war überall gerne gesehen, da sie immer gut aufgelegt war. Ihre Sorge galt der Familie mit den beiden Kindern und deren Familien mit sechs Enkeln und sieben Urenkeln.

2008 musste sich ihr Mann August einer schweren Operation unterziehen. Liebevoll wurde er dann von der Verstorbenen und den Angehörigen bis zu seinem Tod im September 2010 gepflegt. Sehr mitgenommen hat die Verstorbene auch der Tod des jüngsten Urenkels kurz nach der Geburt im Mai 2017.

Da sich der Gesundheitszustand der „Seemoar-Anni“ verschlechterte, musste sie 2012 in das Katharinenheim nach Bad Endorf umziehen. Dort lebte sie sich schnell ein, freute sich immer über Besuche und verbrachte dort noch schöne Jahre.

Unbedingt wollte sie noch nach Griesstätt zum Musikfest der Musikkapelle, wo einige Enkelkinder musizieren. Dies war ihr jedoch nicht mehr möglich, da sich ihr Gesundheitszustand für alle überraschend verschlechterte. Im Beisein ihrer Familie verstarb sie nun. Noch am Vortag besuchte sie den Gottesdienst in der Kapelle des Seniorenheimes.

Den Trauerzug bei der Urnenbestattung nach dem Seelengottesdienst führte die Fahnenabordnung des Frauenbundes an, bei dem sie viele Jahre Mitglied war und gerne an den Veranstaltungen des Vereins teilnahm. Eine Abordnung der Griesstätter Musikkapelle spielte am Familiengrab Trauerweisen zu Ehren der Verstorbenen. alu

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